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Hercules trennt sich von Nvidia

18.01.2002 | 13:45 Uhr |

Der Grafikkarten-Hersteller Hercules wird künftig keine Grafikkarten mit Nvidia-Grafikchips anbieten. Stattdessen sollen nur noch Grafikkarten mit ATI-Chips angeboten werden.

Der Grafikkarten-Hersteller Hercules wird künftig keine Grafikkarten mit Nvidia-Grafikchips anbieten. Stattdessen sollen nur noch Grafikkarten mit ATI-Chips angeboten werden. Das sagte der Hercules-Sprecherin Tali Fischer in einem Gespräch mit unseren australischen Kollegen von PC-WORLD.

"Wir werden keine Nvidia Chips mehr verwenden", so Fischer. Grund für die Entscheidung ist laut Fischer unter anderem die bessere Grafik-Qualität bei ATI-Chips.

Auch der Hardware-Hersteller Gigabyte hatte erst vor knapp zwei Wochen verkündet, künftig nur noch Grafikkarten mit ATI-Chips herstellen zu wollen ( wir berichteten ). Die noch vorhandenen Restbestände von Grafikkarten mit Nvidia-Chips sollen bis zum Ende des ersten Quartals verkauft werden.

Der Analyst Peter N. Glaskowski sieht den Grund für die Entscheidung von Hercules vor allem darin, dass sich der Grafikkarten-Hersteller von der breiten Masse der anderen Grafikkarten-Hersteller abheben will. "Es gibt viele Firmen die Grafikkarten mit Nvidia-Chips verkaufen. Außerdem bieten ATI-Chips bei etwas geringeren Preisen eine vergleichbare Leistung", so Glaskowski.

Erst Anfang Januar hatten ATI und Hercules die Bildung einer strategischen Partnerschaft verkündet. Bestandteil dieses europäischen Exklusivabkommens ist auch die neue Grafikkarte All-In-Wonder Radeon 8500DV. Hercules wird diese Grafikkarte schon im Februar auf den europäischen Markt bringen.

Die Details zur der Grafikkarte:

* Radeon 8500-Chip von ATI

* 64 Megabyte DDR-SDRAM

* TV-Tuner mit 125 Kanälen

* Unterstützung von Digital-Kamaras

* Digitales und analoges Video-Capturing und -Editing

* Fernbedienung

* DVD-Video-Wiedergabe mit Dolby AC-3 Digital Audio

Wie viel die "All-in-Wonder Radeon 8500DV" in Europa kosten wird, steht noch nicht fest. In den USA wird die Grafikkarte für umgerechnet 450 Euro angeboten.

Bisher noch unbestätigt ist ein Gerücht, dass ATI selbst künftig keine eigenen Grafikkarten mehr anbieten wird. Demnach will sich ATI künftig auf die Entwicklung und Herstellung von Grafikchips konzentrieren. Bisher konnte die PC-WELT allerdings von ATI noch keine Stellungnahme zu diesem Gerücht erhalten.

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