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Heiße Ware im Netz

13.10.2000 | 15:25 Uhr |

Wenn Ihnen der Verkäufer Ihres Traumwagens suspekt vorkommt, der Preis traumhaft ist, die Seitenscheibe eingeschlagen ist und diverse Kabel unter dem Lenkrad hervorschauen, sollten Sie misstrauisch werden. Ist der Wagen etwa gestohlen? Eine Webseite ermöglicht es - zumindest US-Bürgern - zu überprüfen, ob das Objekt der Begierde legalen Ursprungs ist.

Wenn Ihnen der Verkäufer Ihres Traumwagens suspekt vorkommt, der Preis traumhaft ist, die Seitenscheibe eingeschlagen ist und diverse Kabel unter dem Lenkrad hervorschauen, sollten Sie misstrauisch werden.

Im US-Bundesstaat Florida hat die Polizei zu diesem Zweck einen neuen Online-Service gestartet. Ausgestattet mit der Fahrgestellnummer eines Gebrauchtwagens kann der potenzielle Käufer online überprüfen, ob der Wagen als gestohlen gemeldet wurde.

Bislang kann die Homepage nach gestohlenen Autos, Nummernschildern, Booten, Bootsteilen und Waffen abgefragt werden. Geplant ist eine Erweiterung um zu überprüfen, ob eventuell Bekannte gesucht oder vermisst werden.

Die Polizei von Florida erhofft sich durch diese Maßnahme eine verbesserte Aufklärungsquote von Diebstahlsdelikten. Tim Moore, Polizei-Chef von Florida, meinte dazu, dass im letzten Jahr in Florida Güter im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden. Lediglich Waren im Wert von 558 Millionen US-Dollar konnten durch die Polizei wiederbeschafft werden.

"Mit diesen Zahlen sind wir nicht da, wo wir sein wollen", so Moore weiter. "In der Vergangenheit half die Vorsicht der Bevölkerung - mit diesem System sind die Käufer informiert."

Wenn ein Bürger eine gestohlene Ware auf der Homepage entdeckt, kann er der Polizei per Mail einen Tipp geben. Wird der Dieb gefasst, winkt eine Belohnung in Höhe von 1.000 US-Dollar.

Doch das System hat auch seine negativen Seiten, wie Polizei-Chef Moore zugibt. So können beispielsweise Kriminelle das System ausnutzen, um nachzuprüfen, ob ein von ihnen gestohlener Wagen bereits in der Datenbank erfasst ist, oder nicht.

Trotzdem glaubt Moore, dass dieses System einen Durchbruch in der Verbrechensbekämpfung erzielen wird. "Das Spielfeld wird durch dieses System durch 14 Millionen zusätzlicher Augen erweitert." (PC-WELT, 13.10.2000, mp)

Vorsicht - Hehlerware! (PC-WELT Online, 27.03.2000)

Cyber-Kriminalität rapide gestiegen (PC-WELT Online, 23.03.2000)

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