Heimtückischer Trojaner

Pinch Trojan infiziert täglich 4000 Nutzer

Freitag den 06.02.2009 um 15:12 Uhr

von Benjamin Schischka

Mehr als 4000 Nutzer täglich von Pinch Trojan infiziert
Vergrößern Mehr als 4000 Nutzer täglich von Pinch Trojan infiziert
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Der Trojaner Pinch ist nicht nur für über 4000 Infizierte täglich verantwortlich, er ist auch ein Beispiel dafür, wie moderne Schädlinge das Internet überschwemmen. Wir geben einen kurzen Ausblick auf die weitere Entwicklung.
Täglich werden über 4000 Internetsurfer von dem Trojaner Pinch infiziert, obwohl die Programmierer selbst bereits im Gefängnis sitzen. Der Trojaner versteckt sich auf dem PC und stiehlt sensible Daten, etwa Homebanking-Logins oder Passwörter. Das Problem ist eine neue Variante von Pinch.

Jacques Erasmus, von der Sicherheitsfirma Prevx, weist besonders auf eine Tatsache hin: Pinch zeige deutlich, wie Malware heutzutage produziert werde. Die Täter kaufen sich ein Software-Kit im Internet, quasi den Original-Trojaner plus Editier-Software. Durch gezieltes Verändern mittels, der teils leicht verständlichen, Software werden auch aktuelle Antivirenprogramme durch den scheinbar neuen Schädling getäuscht.

Das Problem ist auch die schiere Masse, die das Web auf diese Weise zunehmend verseucht. Jacques Erasmus merkt an, dass der signaturbasierte Kampf gegen Schadsoftware nicht genug sei. Antivirensoftware-Entwickler kommen der Entwicklung kaum hinterher – eine Lösung könnte die verhaltensbasierte Erkennung sein, die Schädlinge aufgrund ihres Verhaltens identifiziert. Bereits heute setzen viele Programme auf eine solche Heuristik, um Malware zu entlarven.

Freitag den 06.02.2009 um 15:12 Uhr

von Benjamin Schischka

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