101496

Hausrecht für Roboter in Südkorea

Südkorea, das weltweit am stärksten vernetzte Land der Welt, will Science Fiction alltäglich machen. Nachdem die Regierung bereits 72% aller Haushalte mit einem Breitband-Internetanschluß versorgt hat, sollen nun auch Roboter zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft werden.

Schon 2007 sollen vernetzte Roboter den südkoreanischen Kindern die englische Sprache näherbringen oder sie mit Tanzeinlagen unterhalten. Außerhalb der Familien sollen die mechanischen Helfer Fremden den Weg aufzeigen oder nach Störenfrieden suchen. Wenn alles nach den Plänen der Regierung verlaufen sollte, verfügt jede Familie in 10 bis 15 Jahren über einen eigenen Roboter. Zu diesem Zweck wurden 1000 Wissenschaftler und 30 Firmen vom Ministerium für Information und Kommunikation zusammengerufen.

Schon im vergangenen Jahr wurden drei unterschiedliche Robotertypen an 64 Haushalte und zwei Poststellen verteilt. In der zweiten Phase sollen bereits 650 Familien von den mechanischen Helfern profitieren. Nach Aussagen des Direktors des Center for Intelligent Robotics, Kim Mun Sang, werden Roboter innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre komplett in die vernetzte Gesellschaft integriert sein. Zweifler beruhigte er mit der Aussage, daß auch die gigantische Verbreitung von PCs mit Internetzugängen vor 20 Jahren noch nicht absehbar war.

Nach der asiatischen Finanzkrise im Jahre 1997, entschied sich die südkoreanische Regierung dazu, als High-Tech Nation die Zukunft zu bestreiten. Die Privatisierung der Telekommunikation und der Internet-Dienstleister führte bereits zu einer fast flächendeckenden Versorgung mit Breitbandanschlüssen. Private PCs werden vom Staat subventioniert und auch Schulen verfügen über schnelle Netzzugänge.

0 Kommentare zu diesem Artikel
101496