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Haushalte benötigen mehr Energie

20.11.2006 | 15:46 Uhr |

In den letzten Jahren ist der Energieverbrauch deutscher Haushalte angestiegen – vor allem durch immer mehr Elektrogeräte.

In der „Umweltökonomischen Gesamtrechnung“ (UGR) haben das Statistische Bundesamt und das Umweltbundesamt zwischen 1995 und 2005 einen um 3,5 Prozent höheren Energieverbrauch privater Haushalte festgestellt. Drei Viertel davon macht der Energieaufwand für das Heizen aus, zudem sorgen in diesem Zusammenhang immer mehr Single-Haushalte für eine höhere genutzte Wohnfläche pro Kopf. Wesentlich deutlicher fiel der Anstieg beim Stromverbrauch aus: Insgesamt verbrauchten die Haushalte rund 17 Prozent mehr Strom. Die Behörden führen das vor allem auf die zunehmende Anzahl von Elektrogeräten zurück, die sich häufig auch im Standby-Modus Energie verbrauchen.

Daher sehen die Ämter bei den Elektrogeräten große Sparpotenziale. EU-weite verbindliche Standards für die Energieeffizienz, die sich nach den sparsamsten 25 Prozent der Geräte am Markt richten, sollen Abhilfe schaffen. Wie üblich sollen derartige Regelungen nach mehrjährigen Übergangsfristen verbindlich werden. Details hierzu sind aber noch nicht bekannt. Laut dem Bundesumweltamt müsse sich der gesamte Energiebedarf bis 2050 halbieren, um den Klimawandel aufzuhalten.

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