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Aufruf

Hat Ihnen Adblock Plus ein Angebot gemacht?

05.07.2013 | 11:33 Uhr |

Sie besitzen eine Website und wurden von den Betreibern von Adblock Plus wegen einer Zusammenarbeit kontaktiert? Dann melden Sie sich bitte bei uns per Mail.

Die Diskussion über das Geschäftsmodell von Adblock Plus wird weiter durch Berichte der Süddeutschen Zeitung und der taz  angeheizt . Auch pcwelt.de erhielt das Angebot für die Aufnahme in die Whitelist des Werbeblockers zu zahlen - nach einer kostenlosen Testphase. Gegenüber der taz widerspricht der Adblock-Plus-Betreiber allerdings nun dieser Darstellung und spricht von einem Missverständnis.

Dass nicht nur wir das so verstanden haben, scheint ein Blick ins Forum der Süddeutschen Zeitung zu bestätigen. Hier behauptet ein Leser :

Wir sind ein Internet-Unternehmen mit 10 Angestellten (das
zum Thema: nur große Konzerne) und wurden vor einigen Monaten von
diesen Erpressern angeschrieben. Nachdem die uns einen Monat auf
Ihre Whiteliste gesetzt haben, um uns zu zeigen, wie viel Geld wir
verlieren, mussten wir auf Ihr Angebot eingehen (war nicht jeder
vierte User, der das nutzt, aber schon jeder 10te). Von dem zu
erwartenden Verlust nehmen die sich aber auch einen großen Anteil
(ca. 80%). Obwohl dieser fade Beigeschmack der Erpressung bei jedem
hier zurückgeblieben ist, konnte unser Anwalt leider keine
Möglichkeit finden, gerichtlich dagegen vorzugehen, da es
anscheinend bereits ein Urteil zu Gunsten von AdBlock gegeben hat.
Begründung war damals, dass der Eingriff auf dem Client-Rechner
erfolgt und nicht auf der werbenden Webseite selbst. Unsere
Hoffnungen liegen jetzt bei Google dagegen vorzugehen.

Unser Aufruf: Wurden Sie als Betreiber einer Website ebenfalls von Adblock Plus kontaktiert und/oder haben ein Angebot für die Aufnahme in die Whitelist erhalten? Dann melden Sie sich bitte über folgende Mail-Adresse bei uns: redaktion@pcwelt.de.

Update 16:10 Uhr: Mittlerweile erreichte uns eine Reaktion vom Adblock-Plus-Betreiber auf unsere Meldung:

"Die Behauptungen im von PC-Welt zitierten Kommentar auf
Süddeutsche.de sind falsch. Wir haben niemals von Seitenbetreibern,
die journalistische Inhalte anbieten, eine Provision gefordert. Wir
haben immer gesagt, dass wir nur von großen Unternehmen eine Gebühr
für die die Aufnahme in die Acceptable-Ads-Initiative nehmen, um
die aufwendige Pflege der Whitelist zu decken; kleine Blogs und
Nachrichtenseiten müssen niemals auch nur einen Cent zahlen (siehe
z.B. New York Times-Artikel vom 1. Januar 2012:
www.nytimes.com/2012/01/02/business/media/adblock-plus-allowing-some-online-advertisements.html).
Diese Politik ist öffentlich unter
http://adblockplus.org/de/acceptable-ads-agreements einsehbar und
transparent."

Wir versuchen derzeit zu überprüfen, ob die Behauptung des Anwenders im Forum auf Süddeutsche.de stimmen oder nicht.

Unabhängig davon verweisen wir Sie auf unsere Meldung vom 10. Januar 2012 mit dem Titel: "Aufgedeckt: Werbeblocker Adblock Plus will Werbung gegen Geld durchlassen".

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