26.09.2005, 11:45

Markus Pilzweger

Hassliebe

Sony ist mit der PSP ein tolles Stück Hardware gelungen, die - neben ihren grafischen und soundtechnischen Qualitäten - durch ein tolles Design und eine intuitive Bedienerführung überzeugen kann. Es macht - gute Titel wie Ridge Racer, Medievil oder Wipeout Pure vorausgesetzt - richtig Spaß, auf dem Sofa oder in der Bahn zur Arbeit ein kurzes Spielchen zu wagen und oft wird aus einer auf eine halbe Stunde angelegte Spielesitzung ein mehrstündiges Zockevent.
Je nach Verwendung (Spiel, Musik oder Video), reicht eine Akkuladung für bis zu fünf Stunden, bei Videos ist nach zirka zwei Stunden Feierabend. Damit hält die PSP nicht so lang durch, wie beispielsweise der Gameboy DS, der etwa auf die doppelte Stundenanzahl kommt. Allerdings ist der Akku schnell geladen und wer nichts anderes zu tun hat, als fünf Stunden am Stück zu zocken, muss sich halt damit abfinden. Für den Normalgebrauch geht die Laufzeit, was Spiele angeht, durchaus in Ordnung.
Ärgerlich sind vor allem zwei Punkte: Zum einen liegt dem Value Pack der PSP kein USB-Kabel bei, vom Start weg lässt sich das Gerät also nicht mit einem PC verbinden. Dies ist aber nötig, um Inhalte wie Bilder oder Musik auf den mobilen Daddler zu laden. Das Kabel ist als Zubehör ab etwa sechs Euro erhältlich. Alternativ kann auch ein passendes Kabel einer Digitalkamera (USB – Ministecker) verwendet werden.
Zum anderen ist der mitgelieferte Memory Stick mit gerade einmal 32 MB Kapazität lächerlich klein, wenn neben Spielständen (dafür reichen 32 MB erst mal locker aus) auch Fotos, Musik oder gar Videos gespeichert werden sollen. Hier müssen Anwender also erneut die Brieftasche zücken. Ein Memory Stick mit 512 MB Speicher kostet rund 50 Euro.
Und so cool die PSP auch ist, Exklusivität hat ihren Preis. Das Value Pack kostet 249 Euro und die einzelnen Spiele zwischen 45 und 50 Euro, was nicht gerade wenig ist. Spielfilme auf UMD sind mit rund 20 Euro sogar teurer als die gleichen Titel auf DVD. Zum Vergleich: Der Nintendo DS kostet rund 150 Euro, Spiele sind für 35 Euro erhältlich.
Fazit: Playstation-Fans, die ihre Lieblingstitel auch unterwegs zocken möchten, sowie Rennspiel- und Action-Fans machen mit der PSP sicher nichts verkehrt und können bedenkenlos zugreifen. Spielefans, die sich vor allem innovative Titel wünschen und denen Grafik nicht über alles geht, sollten erst einmal Probe spielen und kommende Titel abwarten, denn bislang besteht das PSP-Spieleangebot hauptsächlich aus bekannten Serien, wirkliche Neuerungen fehlen (noch).
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