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Hardware als Wurm-Bremse

30.08.2005 | 13:21 Uhr |

Mit einer Hardware-basierten Lösung will Intel Netzwerke vor Würmern schützen, die sich ausbreiten.

Auf seiner diesjährigen Entwicklerkonferenz " Intel Developer Forum " (IDF) in San Francisco stellte Intel eine Lösung zur Eindämmung sich ausbreitender Würmer vor. Die als "Manageability Engine Technology" bezeichnete Entwicklung soll den Netzwerkverkehr auf ungewöhnliche Muster untersuchen und und gegebenenfalls blockieren.

Intels Technologie-Direktor Justin Rattner sagte bei der Demonstration der neuen Technik, Viren und Würmer breiten sich so schnell aus, dass man in der Lage sein müsse, innerhalb kürzester Zeit zu reagieren, um die Situation nicht außer Kontrolle geraten zu lassen.

Die "Manageability Engine" überwacht die Verbindung eines Rechners zum Netzwerk auf für Viren und Würmer typische Muster. Sie soll durch Musteranalyse auch neue, noch unbekannte Schädlinge erkennen, ohne dabei nennenswerte Fehlalarme zu produzieren. Entdeckt sie hohe Aktivität oder starke Veränderungen in den Datenmustern, kann sie die Netzwerkverbindung blockieren. So soll die Ausbreitung eines Wurms gestoppt werden, bevor weitere Computer im Netzwerk infiziert werden.

Rattner erklärte, die Hardware-Lösung sei keineswegs als Ersatz für Antivirus-Software gedacht. Vielmehr solle sie diese ergänzen. Für eine marktreife Umsetzung wäre ein Zusatz-Chip auf Netzwerkkarten naheliegend. Auch der Einsatz in aktiven Netzwerkkomponenten wie Switches ist denkbar.

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