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VIA feiert Mini-Notebook-Erfolg

28.02.2009 | 14:46 Uhr |

Der Hardwarehersteller VIA macht Fortschritte auf dem boomenden Markt für Netbooks, Mini-Notebooks und schlanke Desktops. Wie das Unternehmen jetzt offiziell bekannt gegeben hat, setzt Samsung in seinem kommenden Zwölf-Zoll-Gerät "NC20" auf VIAs Nano-CPU.

Damit bekommt der VIA -Prozessor immerhin den Vorzug gegenüber Intels Erfolgsprodukt Atom, das noch bei Samsungs Zehn-Zoll-Netbook "NC10" zum Einsatz kam. Außerdem darf VIA darauf hoffen, dass die Nano-Prozessoren auch mit Schützenhilfe des Grafikspezialisten Nvidia in ihrer Position als Atom-Konkurrenten gestärkt werden.Schon bei der Vorstellung der Nano-Prozessoren im Mai 2008 war klar, dass sie mit Intels Erfolgs-CPUs konkurrieren würden. "Wir sind hocherfreut, dass Samsung den VIA-Nano-Prozessor für das NC20 nutzt", sagt nun Richard Brown, VIA Vice President of Marketing. Die Freude dürfte auch daran liegen, dass der genutzte Nano U2250 mit 1,3 Gigahertz Taktung den direkten Konkurrenten verdrängt. Denn in Samsungs erstem Netbook NC10 kam noch ein Atom N270 zum Einsatz. Samsungs Mini-Notebook wird neben dem Nano-Prozessor unter anderem mit einem 12,1-Zoll-LED-Display mit 1.280 mal 800 Pixel Auflösung, einem Gigabyte (GB) RAM, einer 160-GB-SATA-Festplatte und WLAN aufwarten. Die Akkulaufzeit soll 6,5 Stunden betragen.

Gestärkt werden könnte VIAs Position im Kampf um Marktanteile auch mithilfe von Nvidia. Nvidia-Präsident und CEO Jen-Hsun Huang hat diese Woche gegenüber dem Branchenportal Digitimes angegeben, dass mit "Ion 2" in diesem Jahr eine Plattform starten soll, die Nano-CPUs unterstützt. Die ursprüngliche Ion-Plattform wurde erst Ende Dezember 2008 angekündigt und soll günstige, schlanke Computer mit soliden Multimedia-Qualitäten ermöglichen. Sie verbindet einen Atom-Prozessor mit Nvidias GeForce-9400-Grafikprozessor. Dass eben diese Grafiklösung auch mit VIAs Nano zusammenarbeitet, wurde Digitimes zufolge bereits auf der taiwanesischen Messe Computex 2008 demonstriert.

Die Ankündigung von Intels Atom im Jahr 2007, damals noch unter dem Codenamen "Silverthorne", hat bei der VIA-Chipdesigntochter Centaur für Unruhe gesorgt, berichtet das Technikportal GigaOm. Inzwischen sieht man das Eindringen des Chip-Riesen in das Segment stromsparender Prozessoren für den Mobilbereich aber als Chance. "Intel hat das zu einem legitimen Marktsegment gemacht, während vorher kaum Unternehmen solch einen stromsparenden Chip in Laptops verwendet haben", sagt Centaur-CEO Glenn Henry. Wie stark VIA davon letztendlich wirklich profitieren kann, bleibt abzuwarten. IDC-Analystin Eszter Morvay hat erst vor kurzem gegenüber pressetext Zweifel daran angemeldet, dass das Unternehmen sich wirklich große Marktanteile im Mini-Notebook-Segment sichern könne. (pte)

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