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Hardware-Schmiede Elsa stellt Betrieb ein

25.04.2002 | 09:20 Uhr |

Ende Februar traf die Hiobsbotschaft von der drohenden Zahlungsunfähigkeit des deutschen Grafikkarten- und Netzwerkspezialisten Elsa die Fangemeinde. Bei Elsa gab man sich jedoch optimistisch, das Blatt noch wenden zu können. Jetzt steht das Unternehmen vor dem endgültigen Aus - wie der zuständige Insolvenzverwalter mitteilte, wird der Betrieb am 1. Mai eingestellt. 340 Menschen sind von der Schließung betroffen.

Ende Februar traf die Hiobsbotschaft von der drohenden Zahlungsunfähigkeit des deutschen Grafikkarten- und Netzwerkspezialisten Elsa die Fangemeinde. Bei Elsa gab man sich jedoch optimistisch, das Blatt noch wenden zu können. Jetzt steht das Unternehmen vor dem endgültigen Aus - wie der zuständige Insolvenzverwalter Thomas Georg mitteilte, wird der Betrieb am 1. Mai eingestellt. 340 Menschen sind von der Schließung betroffen.

Rund 70 Arbeitsplätze könnten allerdings mit Hilfe eines Sanierungskonzepts erhalten bleiben, erklärte Georg. Dazu werden Teilbereiche des Unternehmens ausgegliedert. Wie aus einem Bericht unserer Schwesterpublikation Tecchannel hervorgeht, sind auch Dutzende von Zuliefererbetrieben von der Insolvenz betroffen. Die Folgen für diese sind derzeit noch nicht absehbar.

Das Aachener Unternehmen war in finanzielle Schieflage geraten, nachdem es nach dem Börsengang zu schnell gewachsen und das laufende Geschäft zu stark über Kredite finanziert hatte. Kreditlinien in Höhe von rund 38 Millionen Euro wurden durch ein Konsortium aus sieben Gläubigerbanken im Februar gekündigt.

Elsa erhält Übergangskredit (PC-WELT Online, 04.03.2002)

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