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Deutschland stärkt Super-Computing-Kapazitäten

04.07.2009 | 15:51 Uhr |

In Garching bei München ist seit Donnerstag ein neues Zentrum für Super Computing eröffnet worden. Das Munich Center for Advanced Computing (MAC) wird von der technischen Universität (TU) München, dem Max-Planck-Institut, dem Leibniz-Rechenzentrum der bayrischen Akademie der Wissenschaften und der Münchner Ludwig-Maximilians Universität mitgetragen.

Das Projekt wird in den nächsten vier Jahren von der TU München und vom Freistaat Bayern jährlich mit je einer Mio. Euro gefördert. Ziel des MAC ist es, die computergestützte Simulation als Technologie voranzubringen und den Forschungsstandort Garching auf europäischer Ebene zu etablieren. "In Zukunft wird der vorne sein, der die leistungsfähigsten Rechner mit den leistungsfähigsten Verfahren zusammenbringt und daraus das Maximum an Erkenntnis ziehen kann", so Hans-Joachim Bungartz, Leiter des MAC. Es laufen unter Beteiligung von 20 Arbeitsgruppen bereits zehn Projekte an. Die Palette reicht dabei von Physikmodellen über die Optimierung von Multicore-Architekturen bis hin zu Studien über den CO2-Ausstoß. Auch die Arbeit am Virtual Arabia Projekt, einer exakten 3D-Darstellung ganz Saudi-Arabiens, wird in Garching vorangetrieben. Dieses Projekt untersteht der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), die über eine strategische Partnerschaft mit der TU München ebenfalls an dem MAC-Projekt beteiligt ist.

Die technischen Ressourcen, die für die Arbeit im neuen Zentrum für Super Computing notwendig sind, steuert das Leibniz-Rechenzentrum bei. Dort steht mit dem achtschnellsten Supercomputer Deutschlands, dem sogenannten HLRB-II, die nötige Rechenleistung bereit. Die über 9.700 Prozessorkerne des Geräts bringen eine Leistung von rund 62 Teraflops. Zum Vergleich: Ein aktueller Core 2 Quad-Prozessor erreicht eine Leistung von 23,5 Gigaflops, der Supercomputer ist also etwa 2.600 mal schneller. (pte)

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