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Handys für rund 12 Euro möglich

11.10.2005 | 15:26 Uhr |

Handys besitzen immer mehr Funktionen - oft mehr, als man tatsächlich benötigt. Und kosten dementsprechend viel. Doch hätten absolute Billighandys wirklich Erfolg am Markt?

Ende 2008 wird es technisch und wirtschaftlich möglich sein, Handys zu produzieren, deren Großhandelspreis weniger als 15 US-Dollar (also rund 12,5 Euro) beträgt. Allerdings werden das vermutlich derart simple Geräte sein, dass sie niemand kaufen will. Das meint zumindest ein Verantwortlicher von Texas Instruments (TI), das Chips für Handys produziert.

So ein Billig-Handy könnte besonders für wirtschaftlich schwächere Regionen interessant sein, in denen sich derzeit viele Menschen kein Mobiltelefon leisten können. Bill Krenik, Manager von Texas Instruments, bezweifelt allerdings, dass so ein Billighandy wirklich das ist, was die Menschen wollen. "Für ein bisschen mehr Geld könnte man nämlich deutlich mehr bekommen", begründet Krenik seine Skepsis am Erfolg eines 15-Dollar-Mobiltelefons. Bei dem "mehr" denkt der Manager an mittlerweile selbstverständliche Features wie ein Farbdisplay oder die Möglichkeit, Rufnummern auf dem Handy speichern zu können.

Texas Instruments ist als Chip-Hersteller für Handys bei der Preisgestaltung an vorderster Front. Denn die Prozessoren für die Mobiltelefone sind einer der Hauptfaktoren für die Preisgestaltung – noch vor dem Display und dem Akku als weitere maßgebliche Preistreiber. Bei dem Verkaufspreis von 15 Dollar handelt es sich allerdings ohnehin nur um den Großhandelspreis. Der TI-Manager schweigt dazu, wie viel so ein Handy dem Endkunden tatsächlich kosten könnte.

Wie halten Sie es mit Mobiltelefonen? Reicht Ihnen ein möglichst einfacher und preiswerter Sprechknochen oder legen Sie Wert auf Extra-Features - und sind dann auch bereit, dafür zu bezahlen? Posten Sie Ihre Meinung unter dieser Meldung.

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