1243781

Handys boomen - Festnetzanschlüsse rückläufig

09.02.2005 | 18:23 Uhr |

Der Mobilfunkmarkt in Europa wächst weiter. Von 1995 bis 2003 hat sich die Zahl der Mobilfunkverträge in Europa um jährlich durchschnittlich 42 Prozent erhöht. Damit gab es im Jahr 2003 über 364 Millionen Verträge verglichen mit nur 22 Millionen in 1995. Je 100 Einwohner gibt es damit 80 Mobilfunkverträge. 1995 lag diese Zahl nur bei fünf.

Aufgrund des Konkurrenzdrucks von Mobilfunk und Breitbandtechnologie ist die Zahl der Festnetzleitungen von 197 Millionen Anschlüssen im Jahr 1995 auf 230 Millionen im Jahr 2001 angestiegen, die Tendenz ist seitdem jedoch wieder rückläufig. Im Jahr 2003 gab es nur noch 229 Millionen Festnetzanschlüsse. Die Zahlen stammen aus einem Bericht der Eurostat , dem Statistischen Amt der Europäischen Union.

Die höchste Zahl von Mobilfunkverträgen pro Einwohner gibt es in Luxemburg (120 Verträge auf 100 Einwohner), Schweden (98 auf 100) und Italien (96 auf 100). Auch in der Tschechischen Republik ist der Mobilfunk stark expandiert. Dort gibt es 95 Verträge je 100 Einwohner. Die geringste Verbreitung gibt es in Polen (46 Verträge), Lettland (52) und Litauen (62).

Demgegenüber gibt es einen krassen Unterschied bei der Verbreitung von Festnetzanschlüssen. Während europaweit der Durchschnitt bei 50 Leitungen pro 100 Einwohner liegt, gibt es in Litauen und der Slowakei nur 24 Leitungen pro 100 Einwohner. Deutschland liegt mit 65,8 Amtsleitungen zusammen mit Dänemark (67) an der Spitze. Doch der Trend zur klassischen Telefonleitung ist rückläufig. In fast allen europäischen Ländern weist der Markt negative Tendenzen im einstelligen Prozentbereich auf. Nur in Litauen entwickelte sich das Festnetz mit elf Prozent massiv zurück. In Deutschland konnte ein Zuwachs von 1,1 Prozent festgestellt werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1243781