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Briefmarke kommt per SMS

13.08.2008 | 16:58 Uhr |

Sie wollen spontan einen Brief oder eine Postkarte verschicken und haben gerade keine Briefmarke zur Hand? Dann hilft Ihnen vielleicht bald ein neuer Service der Deutschen Post weiter: Das Handyporto. Für die beginnende Testphase kann man sich jetzt registrieren lassen.

Auf http://www.handyporto.365wom.com/anmeldung/fragebogen.html können Sie sich registrieren lassen, wenn Sie das neue Handyporto vor dem eigentlichen Projektstart ausprobieren wollen. Wenn Sie das Online-Formular vollständig ausfüllen, erhalten Sie zwar eine Bestätigungsmail, nehmen aber noch nicht automatisch an der Testphase teil. Die deutsche Post behält sich die endgültige Auswahl der Teilnehmer nämlich ausdrücklich vor. Nur wenn Sie auch tatsächlich als Testteilnehmer ausgewählt werden, erhalten Sie einen Zahlencode per SMS. Diesen schreiben Sie dann anstelle der Briefmarke auf den Umschlag oder auf die Postkarte. Werden Sie dagegen nicht ausgewählt, dann gehen Sie leer und ohne digitale "Freimarken" aus, haben aber Ihre gesamten persönlichen Daten trotzdem angegeben.

Wenn Handyporto einmal die Testphase verlassen und richtig angelaufen ist, soll das Prozedere ganz genauso ablaufen:

Also eine SMS mit dem Stichwort „Brief“ oder „Karte“ an die Servicenummer schicken oder direkt dort anrufen. Innerhalb weniger Sekundensoll der Absender einen zwölfstelligen Code auf sein Handy erhalten. Diesen schreiben Sie dann auf den Brief schreiben und schon ist dieser fertig frankiert.

Wer sich jetzt an der Testphase beteiligt und tatsächlich als Tester ausgewählt wird, bekommt als Köder noch einen Satz Freimarken für die eigenen Briefe und ein Willkommens-Paket.

Doch Vorsicht: Bei der Registrierung müssen Sie einiges über Ihre Person und Ihr Online-Verhalten verraten und Ihre komplette Postanschrift samt Handynummer angeben. Das wird dann wie gehabt für Werbezwecke eingesetzt, wie die Post offen zugibt:

"…Der Teilnehmer willigt ein, dass die webguerillas GmbH seine anonymisierten Daten für Zwecke der Beratung, der Werbung, der Marktforschung und zur Verbesserung und bedarfsgerechten Gestaltung des Dienstes nutzt. …Der Teilnehmer erteilt ausdrücklich seine Einwilligung zum Empfang von E-Mail-Newslettern. Diese Newsletter sind integraler Bestandteil der Projekte und informieren den Teilnehmer regelmäßig über aktuelle Themen und Neuigkeiten. Darüber hinaus werden mitgliederspezifische Meldungen verschickt." Natürlich besitzen Sie das übliche Widerspruchsrecht.

Und wie oben bereits erwähnt: Sie haben keine Garantie, dass Sie auch tatsächlich einen Zahlencode per SMS erhalten. Ihre Daten hat die Post aber in jedem Fall. Ob Ihnen die potenzielle Aussicht auf einen Gratis-Brief diese Preisgabe persönlicher Daten Wert ist, sollten Sie sorgfältig abwägen. Denn grundsätzlich sollten Sie im Internet nie mehr Daten verraten als unbedingt nötig .

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