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Smartphones im Aufwind

Der amerikanische Marktforscher IDC hat seine neueste Beobachtung des weltweiten Handymarktes veröffentlicht. Nach den Berechnungen gehen die Verkäufe fast aller Hersteller nach unten. Nur die Koreaner widerstehen dem Trend und die Smartphones verkaufen sich prächtig.

Den Handyherstellern geht es schlecht, nur Smartphones entwickeln sich prächtig. Das zeigt die neueste Ausgabe der Untersuchung Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker , die das Marktforschungsunternehmen IDC alle drei Monate veröffentlicht. Zwar wurden 2008 weltweit mehr Handys verkauft als im Vorjahr, doch trotz des Zuwachses um 3,5 Prozent geht der Trend seit ein paar Monaten nach unten. Demnach sanken im vierten Quartal 2008 die Absatzzahlen für Mobiltelefone gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,6 Prozent auf 289 Millionen Stück.

"Im vierten Quartal kamen wirklich alle Faktoren zusammen", sagt Ramon Llamas, leitender Mobilfunkanalyst von IDC. "Die Kombination aus schwacher Verbrauchernachfrage, wechselhaften Devisenkursen und der begrenzten Verfügbarkeit von Krediten hat das übliche saisonale Wachstum verhindert." Unterm Weihnachtsbaum lagen also weniger Handys als erwartet. Die erste Hälfte des Jahres 2009 werde eine große Herausforderung für die Hersteller, weil die Händler erst ihre überfüllten Lager leeren müssen, bevor sie neue Bestellungen aufgeben. Wenn diese Lage sich nicht verändert, dann erholt sich der Markt nicht vor der zweiten Jahreshälfte, möglicherweise bleibt er auch bis 2010 so schlecht.

Nur die Verkäufe von Smartphones wuchsen 2008 um satte 22,5 Prozent, sie stellten den Rest der Branche in den Schatten. "Dieses Segment ist einzigartig und entwickelt sich anders als der Rest des Marktes", sagt IDC-Analyst Ryan Reith. "Solang die Netzbetreiber weiter Subventionen für Smartphones zahlen können und Entwickler die Software verbessern, wird dieser Bereich der Silberstreif am Horizont für diesen sonst düsteren Markt sein."

Der Marktführer unter den Handyherstellern ist nach den Berechnungen von IDC weiterhin Nokia . Sie kommen auf einen Anteil von 39,1 Prozent und werden gefolgt von Samsung (18,3 Prozent), LG Electronics (8,9 Prozent), Sony Ericsson (8,4 Prozent) sowie Motorola (6,6 Prozent). Die Verkaufszahlen gehen nicht bei allen Produzenten nach unten, die Koreaner LG und Samsung konnten in dem schlechten vierten Quartal sogar leicht zulegen.

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