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Erste Tests enttäuschen

Erste Testversuche der französischen Fluglinie Air France, das Telefonieren im Flugzeug anzubieten, machten auf Probleme aufmerksam. Schlechte Sprachqualität und keine Möglichkeit, das Mobiltelefon im Flugzeug zu erreichen, sollen aber bald der Vergangenheit angehören. Auch die Anzahl der simultan möglichen Verbindungen soll erhöht werden.

Als eine der ersten Fluggesellschaften in Europa bietet Air France ihren Kunden ab sofort die Möglichkeit, im Flugzeug zu telefonieren. Der Geschäftsmann Francois Germain wurde von der New York Times bei einem Testversuch begleitet: In der Luft zwischen Paris und Wien versuchte er, seinen Assistenten in Paris zu erreichen. Nach kurzer Zeit konnte die Verbindung hergestellt werden, der Gesprächspartner am Boden beklagte sich allerdings über eine miserable Gesprächsqualität: "Es klingt, als ob ich mit einem kleinen Roboter rede". Beim Versuch, das Mobiltelefon im Flugzeug anzurufen, landete er immer wieder auf der Mailbox und konnte nicht direkt durchgestellt werden.

Eine weitere Hürde soll abgebaut werden. Bisher ist es nur sechs Passagieren gleichzeitig möglich, eine Netzverbindung herzustellen. Diese Zahl soll sich in den nächsten Wochen allerdings schon verdoppeln. Der Versuch, mit einem BlackBerry E-Mails abzurufen, schlug leider ebenfalls fehl. Scheinbar müssen Passagiere vorerst noch mit einigen Kinderkrankheiten leben. Zusätzlich laden Minutenpreise von 2 bis 3 Euro nicht gerade zum ausgiebigen Telefonieren ein.

Nicht nur Air France bietet ihren Kunden den neuen mobilen Dienst an. Auch Ryanair rüstet noch in diesem Jahr 20 Maschinen mit der entsprechenden Technik aus. Später soll die komplette Flotte von 163 Flugzeugen das Telefonieren über den Wolken ermöglichen. Die größte Fluggesellschaft im mittleren Osten, Emirates Airlines, startete vor wenigen Wochen ebenfalls erste Testversuche und kündigte an, die Technik in der ganzen Flotte anwenden zu wollen.

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