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Handy im Auto: Freisprechanlage wertlos?

22.06.2005 | 12:34 Uhr |

Die Hersteller von Freisprechanlage für Autos dürfte das Ergebnis einer neuen US-Studie nicht freuen: Egal ob Sie mit oder ohne Handy telefonieren, die Aufmerksamkeit des Fahrers leidet. Eine Freisprechanlage ist somit wertlos.

Mobil telefonieren im Auto ist eine Gefahr für den Straßenverkehr – auch mit Freisprecheinrichtung. Zu diesem Ergebnis kommen US-Wissenschaftler in einer neuen Studie, wie CNN Online berichtet.

Es ist verboten, doch man sieht es ständig im Straßenverkehr: Autofahrer, die munter mit dem Handy telefonieren, während sie ihr Fahrzeug durch den dichtesten Verkehr steuern und mit der verbliebenen einzigen freien Hand schalten und das Lenkrad festhalten.

Wer meint, unbedingt auch hinter dem Steuer sitzend telefonieren zu müssen, muss deshalb eine Freisprechanlage benutzen. So will es der Gesetzgeber. Denn so hat der Autofahrer beide Hände frei und soll sich besser auf den Straßenverkehr konzentrieren können. Doch kann er das wirklich?

Amerikanische Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore sagen: Nein. Denn nicht der durch das Handy belegte Arm sei das Problem, sondern das menschliche Hirn. Unser Computer im Kopf werde durch das Telefongespräch in jedem Fall abgelenkt. Egal ob mit oder ohne Freisprecheinrichtung. Wir sind sozusagen nicht multitaskingfähig, unser Gehirn läuft flapsig formuliert mit DOS und nicht mit Windows oder Linux. Und der nächste Crash sei damit vorprogrammiert – auch mit dem Einsatz einer Freisprecheinrichtung.

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