244756

Handy-Wurm Cabir in den USA gesichtet

22.02.2005 | 10:38 Uhr |

Bereits seit Monaten treibt der Handy-Wurm Cabir sein Unwesen, jetzt ist er erstmals in den USA gesichtet worden: In der Auslage eines Handy-Shops.

In den USA ist jetzt erstmal der so genannte Cabir-Wurm gesichtet worden. Diese Malware infiziert Handys mit Symbian OS und Series-60-Software. Der Wurm wurde allerdings nicht - wie sonst üblich - von einem betroffenen Anwender an einen Antiviren-Hersteller gemeldet, sondern zufällig entdeckt: in einem Handy-Shop.

Ein Mitarbeiter von Symantec entdeckte im Schaufenster eines nicht namentlich genannten Ladens Auffälligkeiten im Display zweier dort ausgestellter Handys von Nokia. Daraufhin betrat der Mann das Geschäft und informierte den Besitzer über die infizierten Mobiltelefone. Dabei stellte sich heraus, dass auch das Handy des Ladeninhabers betroffen war.

Inklusive der USA ist der Cabir-Wurm nun in zwölf Ländern entdeckt worden, in Europa waren bislang Italien, Großbritannien, Finnland und Russland betroffen, so Mikko Hyppönen, Direktor für Antivirus-Forschung bei F-Secure .

Der Cabir-Wurm nutzt zu seiner Verbreitung eine speziell formatierte Symbian-Installation-System-Datei (SIS), die sich als Sicherheits-Management-Tool tarnt. Infizierte Handys scannen aktiv per Bluetooth nach verwundbaren Artgenossen in der Nähe und versenden sich direkt an diese weiter.

Gefährdet sind Handys mit Symbian OS und Series-60-Software, bei denen die Bluetooth-Funktion auf "dicoverable", also sichtbar, eingestellt ist, was Verbindungen zu anderen Handys per Bluetooth ermöglicht. Darüber hinaus muss allerdings auch der Anwender aktiv werden, um Cabir zu starten. Zunächst muss er einen Hinweis auf dem Handy wegklicken, der davor warnt, dass Software unbekannter Herkunft installiert wird, und dann der Installation dieser Datei per Button zustimmen. Eine Infektion kann unter anderem dadurch festgestellt werden, dass sich der Akku des Handys sehr schnell leert, so Hyppönen.

Cabir: F-Secure sichtet neue Versionen des Handy-Virus (PC-WELT Online, 29.12.2004)

0 Kommentare zu diesem Artikel
244756