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Google will mehr Geld mit mobilen Geräten verdienen

Die nächste große Welle der Online-Werbung erwartet Google auf mobilen Geräten. Geschäftsführer Eric Schmidt sagte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass in einigen Jahren die mobile Werbung mehr Umsatz bringen wird als die Werbung auf dem PC. Ein Teil der Google-Strategie ist das Handy-Betriebssystem Android.

Google dominiert zwar schon das Geschäft mit der Internet-Werbung auf dem PC, aber noch viel größere Gewinne wittert das Unternehmen im Mobilfunk. "Die nächste große Werbewelle ist das mobile Internet", sagte der Geschäftsführer Eric Schmidt in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Dafür muss man sich nur das iPhone anschauen, das den ersten wirklich guten mobilen Webbrowser hat."

Der gelernte Informatiker leitet seit sieben Jahren die Suchmaschinenfirma und steuert mit den Gründern Larry Page und Sergey Brin das erfolgreichste Internet-Unternehmen der Welt. 16,6 Milliarden Dollar Umsatz konnte Google im vergangenen Jahr verbuchen und hat 4,2 Milliarden Dollar verdient. Ungefähr die Hälfte der weltweiten Online-Werbung wird bei Google gebucht.

Durch Geräte wie das iPhone werde die Werbung sehr persönlich und ihr Wert werde steigen. "In einigen Jahren wird die mobile Werbung mehr Umsatz bringen als die Werbung im PC-Internet", sagt Schmidt voraus, obwohl seine Firma ihr meistes Geld in andere Geschäftsbereiche gesteckt hat. Fast fünf Milliarden Dollar kosteten der Kauf der Videoseite Youtube und des Werbebanner-Spezalisten Doubleclick, trotzdem ist Schmidt nur wenig davon begeistert. Die Chancen für Videos und Banner seien unsicher, im mobilen Internet funktioniere die Werbung dagegen immer.

Rundweg begeistert ist er von Googles Handy-Betriebssystem Android. "Die Anwendungen, die jetzt entstehen, habe ich nie zuvor gesehen. Aus der Verbindung von GPS und Landkarten werden Dinge entwickelt, die mich positiv überraschen", sagt Schmidt. Ganz gelassen nimmt er deswegen den Seitenhieb des Mobilfunk-Chefs von Yahoo, Marco Börries aus Deutschland, der vor mehr als 20 Jahren in Lüneburg den OpenOffice-Vorgänger Staroffice programmiert hatte. Über Android hatte Börries gesagt, dass es ein "Windows Mobile auf Linux" sei, also nur ein weiteres Handy-Betriebssystem unter vielen. Börries sollte es eigentlich besser wissen, sagt Schmidt, aber dennoch sei Android wie eine Wette und Google könne den Erfolg nicht garantieren.

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