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Handy-Warnungen gefordert

Gesundheitspolitiker von SPD, FDP und Grünen haben auf die Studie über die Gefahren von Mobiltelefonen mit Besorgnis reagiert. Wegen der Entwicklung des Nervensystems und der dünneren Schädeldecke könnten sich bei Kindern "subtile biologische Veränderungen" ergeben. Die Liberalen schlagen vor, dass Handy-Hersteller Warnhinweise auf den Telefonen anbringen. Damit soll vor allem die Nutzung durch Kinder und Jugendlichen stärker kontrolliert werden.

Gesundheitspolitiker von SPD, FDP und Grünen haben auf die britische Studie über die Gefahren von Mobiltelefonen mit Besorgnis reagiert. "Wir müssen das aufgreifen", sagte der FDP-Gesundheitsexperte Detlef Parr gegenüber der "Welt am Sonntag".

Wissenschaftler waren zu dem Schluss gekommen, dass sich bei einer "vernünftigen Nutzung" von Handys durch Erwachsene nach den bisher vorliegenden Forschungen keine Gesundheitsgefährdung nachweisen lässt. Dagegen sollten Kinder und Jugendliche Handys nicht uneingeschränkt benutzen. Wegen der Entwicklung des Nervensystems und der dünneren Schädeldecke könnten sich bei ihnen "subtile biologische Veränderungen" ergeben.

Die Liberalen wollen im Gesundheitsausschuss darauf dringen, das Büro für Technikfolgenabschätzung mit einer Expertise zu beauftragen. Sollten die Karlsruher Forscher zu ähnlichen Erkenntnissen gelangen wie die britischen Wissenschaftler, müssten die Handy-Hersteller verpflichtet werden, die Verbraucher besser über die Gefahren zu informieren - etwa durch Warnhinweise auf den Geräten.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Gudrun Schaich-Walch hielt dagegen, es sei bekannt, dass das Telefonieren mit Handy gesundheitliche Risiken berge. Ein Warnhinweis diene eher der "Beruhigung des Gewissens". (PC-WELT, 15.05.2000, dpa/ sp)

Gefährden Handys Kinder? (PC-WELT Online, 11.5.2000)

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