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Handy-Viren beeinträchtigen zunehmend Mobilfunknetze

13.02.2007 | 10:35 Uhr |

Das Sicherheits-Unternehmen McAfee hat die Verbreitung von Handy-Viren untersucht. Demnach konnten sich die virtuellen Schädlinge massiv ausbreiten, 83 Prozent aller Mobilfunkbetreiber sollen bereits betroffen sein. 2006 wurden fünf Mal so viele Vireninfektionen bekannt als im Jahr zuvor.

An Malware auf dem PC hat man sich längst gewöhnt. Doch der Gedanke, dass das eigene Mobiltelefon zur Brutstätte von Viren, Würmern und Trojanern werden könnte, dürfte vielen Handy-Besitzern noch nicht gekommen sein. Sofern die technischen Möglichkeiten des Mobiltelefons Attacken aber zulassen, werden diese von Hackern offensichtlich zunehmend ausgenutzt.

McAfee zufolge haben fast die Hälfte aller Mobilfunkbetreiber innerhalb der vergangenen drei Monate den Ausbruch eines für mobile Endgeräte entwickelten Virus erlebt. Und im Vergleich zu 2005 haben im Jahr 2006 doppelt so viele von ihnen mehr als 200.000 US-Dollar für die Abwehr solcher Gefahren ausgegeben.

Das sind zusammengefasst die wesentlichen Ergebnisse der Studie:

* 83 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits eine Infektion mobiler Endgeräte erlebt.
* Die Zahl der belegten sicherheitsrelevanten Vorfälle war 2006 mehr als fünf Mal so hoch wie 2005.
* Im Vergleich zum Jahr zuvor hatten 2006 mehr als doppelt so viele Betreiber aus Europa und Asien-Ozeanien einen Vorfall, der mehr als tausend Endgeräte betraf, zu verzeichnen.
* Die Zahl der Provider, deren Jahresbudget für die Mobilfunk-Sicherheit mehr als 200.000 US-Dollar beträgt, hat sich von 2005 zu 2006 mehr als verdoppelt.
* Die Zahl der Mobilfunkbetreiber, die den Arbeitsaufwand für die Sicherheit ihrer Dienste mit mehr als tausend Mannstunden ansetzen, hat sich um 700 Prozent erhöht.

Fast ein Drittel der befragten Mobilfunkbetreiber aus aller Welt gab an, dass die Zufriedenheit ihrer Vertragskunden unter solchen Angriffen mehr als unter allen anderen Wettbewerbsfaktoren gelitten habe und damit auch etwaige andere Umsatzeinbußen in den Schatten stellte. Als zweitwichtigste Auswirkung von Infektionen mit Mobilfunk-Viren wurden Einbußen bei der Leistungsfähigkeit der Netzwerke genannt.

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