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Ungerechtfertigte Ortung kann strafbar sein

11.05.2008 | 14:12 Uhr |

Die Ortung von Mobiltelefonen kann sich gerade bei Unfällen als Lebensretter erweisen. Will man jedoch einfach nur über den Aufenthaltsort von Partnern oder Kollegen informiert werden, wird dies schnell zur Straftat.

Die Ortung eines Handys über das Mobilfunknetz bietet sich besonders bei Unfällen oder gesundheitlichen Notfällen an. Doch Datenschützer warnen inzwischen schon vor dem Missbrauch dieser Technologie. Um als Hobbyspion SMS mitlesen zu können, die Telefone von Freunden zu belauschen oder Bewegungsprofile zu erstellen, bedarf es meist nur einiger Programme und schon verwandelt sich das Mobiltelefon in einen Peilsender. Viele der oben genannten Dienste sind heute schon technisch machbar und bedürfen nicht einmal eines großen Expertenwissens. Nicht nur die Polizei nutzt derartige Dienste, auch Kriminelle greifen auf die Abhör- und Ortungsmöglichkeiten zurück.

Dabei sollte man jedoch nicht die lebensrettenden Optionen vergessen: „ Handy-Ortung kann helfen, Unfallopfer schneller aufzufinden“, ist sich Henrik Wolter, Mobilfunk-Experte des Internetportals handytarife.de sicher. Doch bei aller Euphorie gelte es auch, die Gefahren zu kennen: „Wer anderen jedoch heimlich nachspioniert kann sich strafbar machen“, so Wolter weiter. Die Ortung von Mobiltelefonen wird heute schon von zahlreichen Firmen über das Internet angeboten. Mit wenigen Klicks und SMS kann der Standort eines Handys so relativ genau ermittelt werden. Daher sei es dringend zu empfehlen, sein Telefon nie unbeaufsichtigt zu lassen. Auch das Abhören der Gespräche sei schon möglich. Aus diesem Grund sollte die automatische Rufannahme deaktiviert werden. Schaltet man das Telefon nun zusätzlich noch aus, wenn man es gerade nicht benötigt, wird die Gefahr der unfreiwilligen Ortung noch einmal minimiert.

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