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Auch o2 bietet mobiles Fernsehen

Bei o2 kann man sich ab sofort für das DVB-T-fähige Handy HB620T vormerken lassen. Der digitale Fernsehstandard ist kostenlos nutzbar und kann nahezu bundesweit empfangen werden. Nähere Informationen über Preis und Verfügbarkeit macht o2 nicht, wahrscheinlich startet der Verkauf des Handys wie bei T-Mobile und Vodafone im Mai.

Im Online Shop von o2 kann man sich ab sofort für das MobileTV-Handy HB620T von LG vormerken lassen, nähere Informationen zu Preis und Verfügbarkeit sind unbekannt. Am Montag hatten T-Mobile und Vodafone angekündigt, das Handy bereits ab Mai verkaufen zu wollen. Beim HB620T handelt es sich um das erste DVB-T-fähige Handy von LG für den deutschen Markt. DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) ist ein digitaler Fernsehstandard, der seit 2005 in weiten Teilen Deutschlands den analogen Empfang über Antenne ablöst und kostenlos empfangen werden kann.

Das HB620T besitzt einen schnellen HSDPA-Zugang mit einer Bandbreite von maximal 7,2 MBit/s und bietet dem Nutzer eine rasche Verbindung ins mobile Internet. Digitale Inhalte können direkt aus dem Netz heruntergeladen werden, die 100 Megabyte des internen Speichers bieten ausreichend Platz und können per Speicherkarten im microSD-Format um bis zu 4 Gigabyte erweitert werden. Über den Kurzstreckenfunkstandard Bluetooth und über USB (Universal Serial Bus) können Musik, Bilder und andere Dateien mit dem Rechner abgeglichen werden. Für Fotos steht im HB620T eine 2-Megapixel-Kamera mit einer Auflösung von 1600x1200 Pixeln zur Verfügung.

Die Akkulaufzeit wird von LG mit 320 Stunden (GPRS) oder 350 Stunden (UMTS) im Standby angegeben, die Gesprächszeit beträgt 200 Minuten. Im MobileTV-Modus erreicht das Handy immerhin 150 Minuten und bietet ausreichend Betriebszeit, um einen Spielfilm anzuschauen. Leider ist der 2 Zoll große Bildschirm etwas zu klein und bremst den Fernsehgenuss.

Für die Verbraucher ist der Start von DVB-T-fähigen Handys ein großer Vorteil, da die Fernsehsendungen kostenfrei empfangen werden. Andere Standards wie DMB und DVB-H, mit dem das Konsortium Mobile 3.0 durchstarten möchte, verlangen ein Nutzungsentgelt und sind für Kunden deshalb uninteressant. Im März hatte die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding den DVB-H-Standard als europäische Norm festgelegt und verpflichtete die Mitgliedstaaten zur Förderung der Technik.

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