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Handy-Strahlung umleiten

Deutsche Forscher haben Handy-Antennen entwickelt, die weniger Strahlen in Richtung Körper aussenden, aber gleichzeitig die nutzbare Strahlungsleistung erhöhen.

Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben Handy-Antennen mit minimierter Abstrahlung in Richtung Körper entwickelt. Die neue Technik soll dabei gleichzeitig die nutzbare Strahlungsleistung erhöhen.

Untersuchungen zufolge absorbiert der Körper des Handy-Benutzers bislang etwa 50 Prozent der abgestrahlten elektrischen Energie. Im Kopfbereich sollen es allein 38 Prozent sein. Zwar sind die Auswirkungen auf den Menschen nach Angaben der Wissenschaftler bis heute nicht bekannt. Der Energieverlust bei der ohnehin geringen Sendeleistung von Handys sei aber Verschwendung.

Wie das Online-Magazin tecChannel berichtet, machen die neuen Handy-Antennen damit jetzt Schluss. Auf den Richtantennen sind leitende Streifen in Längsrichtung angebracht, die gegeneinander isoliert sind. "Jeder dünne Streifen wird durch eine elektromagnetische Schaltungseinrichtung einzeln angesteuert", so die Forscher. Die Abstrahl-Charakteristik der Antenne wird damit nicht durch die Bauform, sondern dynamisch durch die Ansteuerelektronik bestimmt. Auf diese Weise könne die abgestrahlte Energie weg vom Kopf zur Empfangsstation gerichtet werden. (PC-WELT, 12.04.2000, sp)

Neue Handy-Antennen lenken Strahlung ab

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