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Handy-Sicherheit: Gefahren oft unterschätzt

13.08.2007 | 11:59 Uhr |

Viele Handybesitzer wissen nicht über die Sicherheitsrisiken ihres Mobiltelefons Bescheid. So mancher ignoriert diese Problematik sogar bewusst. Das ist das Ergebnis einer Avira-Umfrage unter 867 deutsch- und englischsprachigen Anwendern zum Thema Handysicherheit.

Das Sicherheitsunternehmen Avira hat die Sicherheitslage bei Mobiltelefonen unter die Lupe genommen. Der Umfrage zufolge sehen 27 Prozent aller Beteiligten ein Bedrohung durch Handy-Viren, wissen aber nicht, welche Schutzmaßnahmen sie ergreifen sollen. Lediglich elf Prozent der Befragten gaben an, ihr mobiles Gerät mit einer speziellen Antivirensoftware zu schützen.

Als harmlos schätzen etwa zwölf Prozent das Gefahrenpotenzial ein - sie glauben, ein Virenbefall könnte keinen signifikanten Schaden auf dem mobilen Gerät anrichten. Die verbleibenden 28 Prozent stufen derartige Szenarien als Panikmache ein und treffen ganz bewusst keine Vorkehrungen.

Tjark Auerbach, Gründer und Geschäftsführer von Avira, fasst die Sicherheitsproblematik bei Mobiltelefonen folgendermaßen zusammen: "Zum einen schleppen sich Nutzer gefährliche Viren eigenhändig durch Installation auf ihr Handy ein. Die Malware kann beispielsweise wichtige Systemdateien aus dem internen Flash-Speicher überschreiben, wodurch das Gerät unbrauchbar wird. Zum anderen haben es Hacker oft auf die Kommunikationswege von Pocket PCs und Smartphones abgesehen. Ein konkretes Beispiel sind Dialer, die sich als vermeintlich kostensparendes WAP-Surf-Tool tarnen, sich aber tatsächlich zu teuren SMS-Versendern verbinden. Schaden kann auch entstehen, wenn Rechner oder Netzwerk beim Anschließen des mobilen Gerätes über eine verseuchte MMC-Speicherkarte mit digitalen Schädlingen infiziert werden."

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