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Schwere Zeiten für Nokia wegen mangelnder Innovationen?

09.12.2009 | 14:35 Uhr |

In der ersten Jahreshälfte 2010 wird es für Nokia richtig schwer, denn der finnische Konzern hat für diesen Zeitraum kein neues, konkurrenzfähiges Topmodell auf dem Markt.

Das sagt Tero Kuittinen, Analyst bei MKM Partners. Da seit Sommer die Verkaufszahlen von N97 und aktuell die des N97 Mini stagnieren, werde es der Marktführer schwer haben, gegen Android-Smartphones, Blackberrys und das iPhone zu bestehen. Selbst die ehemals äußerst erfolgreiche E-Series verkaufe sich schlechter als erwartet. Auch mit Low-End-Geräten könne sich der Hersteller nicht über Wasser halten, denn mit den fünf wichtigsten in Europa verkauften Geräten erziele er kaum Gewinn, so Kuittinen weiter.

In den letzten Jahren hatte Nokia zwar jeweils im Februar neue Topmodelle wie N95 und N96 vorgestellt, ausgeliefert wurde die aber erst in der zweiten Jahreshälfte. Das könnte im kommenden Jahr wieder genauso aussehen. Denn neue Technologien sind noch in der Entwicklung, in der ersten Jahreshälfte dürften sie kaum auf den Markt kommen. Mit einem Nachfolger des Maemo-Handys N900 rechnet der Analyst sogar erst 2011 und als Erscheinungstermin für die neue Version von Symbian tippt Kuittinen frühestens auf die zweite Jahreshälfte 2010.

Der lange Zeitraum von der Produktvorstellung zur Markteinführung und zu lange Produktzyklen hätten zu Nokias aktuellen Problemen geführt. Rivalen wie RIM oder HTC präsentieren Nachfolger von erfolgreichen Modellen teilweise schon nach wenigen Monaten nach der Markteinführung. Als Beispiel nennt der Analyst das HTC Hero , das schon nach kurzer Zeit das HTC Magic abgelöst hatte.

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