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Nokias Vorsprung auf dem Weltmarkt schrumpft

Der Handyhersteller Nokia hat wieder Anteile auf dem Weltmarkt verloren - das zeigen die neuesten Erhebungen der Marktforscher von IDC. In den USA heißt der Marktführer ab jetzt Apple.

Das hat das Wirtschaftsmagazin Forbes berechnet. Im ersten Quartal 2010 verkaufte der iPhone-Hersteller in den Vereinigten Staaten 8,8 Millionen Handys und überholte damit den bisherigen Spitzenreiter: Motorola kam nur auf 8,5 Millionen verkaufte Mobiltelefone und muss sich mit Platz 2 begnügen.

Die IDC-Rangliste der weltgrößten Handy-Produzenten veränderte sich kaum seit dem vergangenen Jahr, aber eine Verschiebung ist bemerkenswert. Sony Ericsson rutschte auf Platz 5 ab und verkaufte weniger Handys als Research in Motion. Der Blackberry-Hersteller konnte seine Verkäufe um 45,2 Prozent steigern, während Sony Ericsson 27,6 Prozent verloren hat. Auch Nokia steigerte seine Verkäufe auf 107,8 Millionen Handys und bleibt der Marktführer mit einem Anteil von 36,6 Prozent, dennoch hat sich sein Vorsprung verkleinert. Der finnische Hersteller hat zwar 15,7 Prozent mehr verkauft, aber auch andere Hersteller wuchsen, sodass Nokia wieder 1,8 Prozentpunkte auf dem Weltmarkt abgeben musste.

Insgesamt vergrößerte sich der Weltmarkt um 21,7 Prozent gegenüber demselben Quartal des Vorjahres, hat IDC berechnet. Das ist ein saftiger Zugewinn, der nach Einschätzung der Marktforscher durch die Erholung der Weltwirtschaft und durch das steigende Interesse an Smartphones verursacht wurde. In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben alle Hersteller zusammen 294,9 Millionen Handys verkauft, vor einem Jahr waren es nur 242,4 Millionen. Damals war der Markt wegen der Rezession um 16,6 Prozent eingebrochen.

Bei den weltweiten Smartphone-Verkäufen sieht die Verteilung ein wenig anders aus, zeigen die neuesten Zahlen von Strategy Analytics . In diesem Bereich konnte Nokia seinen Anteil wieder vergrößern und bleibt der Marktführer mit 40 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgt erneut Research in Motion mit 19,7 Prozent und schon an dritter Stelle liegt Apple, weil sie seit dem vergangenen Jahr fast sechs Prozentpunkte zulegten. Mit seinen iPhones kommt der amerikanische Hersteller jetzt auf einen Anteil von 16,6 Prozent. Insgesamt seien die Smartphone-Verkäufe seit dem vergangenen Jahr um 50 Prozent angestiegen.

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