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Nokia entwickelt Radar für die Hosentasche

27.01.2010 | 13:06 Uhr |

Das Nokia Research Center hat eine interessante Innovation für Handys vorgestellt. Die Finnen haben in ein N95 einen kleinen Radar-Sensor eingebaut, mit dessen Hilfe das Handy Entfernung und Richtung zu Gegenständen erkennen kann.

Das Radar (Radio Detection and Ranging) sendet elektromagnetische Wellen aus und misst die Zeit, die sie bis zur Rückkehr nach der Reflektion von Hindernissen brauchen.

Daraus und aus der Streuung der Wellen berechnet eine Software Entfernung, Geschwindigkeit und Richtung einer Reflektionsquelle. Diese Technik ist bislang vor allem aus Flugzeugen bekannt. In einem Video demonstriert das Entwickler-Team eine Anwendungsmöglichkeit. So wird das Klingeln des Handys leiser, je näher man ihm mit der Hand kommt. Da die Wellen des winzigen Radar-Sensors von Stoff nicht aufgehalten werden, könnte der Sensor auch aus einem Rucksack heraus funktionieren.

Andere Anwendungsbeispiele neben der Steuerung des Handys über eine entsprechende Nutzeroberfläche könnten außerdem Sport oder Spiele sein. Aussagen, ob die Radarstrahlung so nah am Menschlichen Körper schädlich ist, machten die finnischen Wissenschaftler nicht. Ob und wann die ersten Radarsensoren in Nokia-Handys eingebaut werden, wurde ebenfalls nicht verraten.

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