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Microsoft bringt Smartphone unter eigenem Namen heraus

09.02.2009 | 09:37 Uhr |

Neue Informationen befeuern das Gerücht, Microsoft werde demnächst ein Smartphone unter eigenem Namen herausbringen. Diesmal stammen sie von dem US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen Broadpoint AmTech. Microsoft verneint die Gerüchte.

Die Gerüchte um ein Smartphone von Microsoft leben wieder auf. Dieses Mal gießen Mark McKechnie and Rob Sandserson, Analysten beim Marktforschungsunternehmen Broadpoint AmTech, Öl ins Feuer. Verschiedenen Quellen aus der Industrie zufolge plane Microsoft ein eigenes Mobiltelefon, schreiben sie in einer Studie. Microsoft werde das Gerät vielleicht auf dem Mobile World Congress (MWC) vorstellen, der vom 16. - 19. Februar in Barcelona stattfindet, und in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt bringen.

Nach Meinung der Analysten werde das Microsoft-Smartphone über den Tegra-Prozessor von Nvidia und ein Funkmodul von Qualcomm verfügen. Der Grafikkartenspezialist hatte auf dem MWC 2008 die Tegra APX2500 vorgestellt, eine Plattform für Smartphones, die 3D-Benutzeroberflächen und hochauflösende Videos unterstützt. Nvidia hatte sie speziell an Windows Mobile angepasst. Das Gerät, so die Spekulationen, soll Internetdienste nahtlos integrieren, ähnlich dem iPhone von Apple, dem Google-Handy T-Mobile G1 oder den Blackberrys von RIM.

Microsoft weist die Gerüchte in jeder Hinsicht von sich. Scott Rockfelder, Leiter der Sparte Windows Mobile, sagte zu PC World: "Wir haben zu diesem Zeitpunkt nichts anzukündigen." Zune Marketing Executive Brian Seitz sagte Gizmodo.com, er hätte von einem Handy mit Microsoft-Branding noch nichts gehört. Ein Pressesprecher des Unternehmens drückte es noch klarer aus: "Microsoft macht kein Telefon", erklärte er dem Wall Street Journal.

Auf der anderen Seite geben verschiedene Aktivitäten von Microsoft immer wieder Anlass zu neuen Spekulationen. Das Unternehmen hat sich bereits 2006 von der reinen Konzentration auf Software verabschiedet, als es den MP3-Player Zune herausgebrachte. 2008 kaufte der Konzern den Mobiltelefon-Hersteller Danger, der für seine E-Mail- und Messaging-Geräte mit dem Namen Sidekick bekannt wurde. Und auf der diesjährigen Elektronikmesse CES in Las Vegas stellte Microsoft sogar eine Kaffeemaschine mit Windows vor. Warum also nicht auch ein Smartphone?

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