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Japanische Handy-Hersteller schmieden Allianz

26.04.2010 | 11:48 Uhr |

Japans wichtigste Handyhersteller wollen ein Kartell im Software-Bereich gründen, um damit gemeinsam gegen ihre Konkurrenten auf dem Weltmarkt vorzugehen.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und zitiert dafür die Sonntagsausgabe der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei. Sharp, Panasonic, Fujitsu und NEC werden demnach ihre Software-Plattformen standardisieren, um Kosten zu reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Bisher entwickelt jeder Hersteller seine eigene Software, doch jetzt sollen die Systeme für Video und Musik zusammengelegt werden. Das werde die Entwicklungskosten um 50 Prozent senken, schreibt Nikkei. Die Entwicklung einer neuen Handy-Generation koste normalerweise 20 bis 30 Milliarden Yen (165 bis 247 Millionen Euro), wovon sich mit der Zusammenlegung eine Menge einsparen lässt. Die vier japanischen Firmen hätten sich darauf geeinigt, ihre Marktanteile in Japan konstant zu halten, aber gemeinsam im Ausland zu wachsen.

Das ist auch dringend notwendig: Im vergangenen Finanzjahr haben Sharp, Panasonic, Fujitsu und NEC zwar 34 Millionen Handys verkauft, aber 70 Prozent gingend davon nach Japan. Auf dem Weltmarkt haben die Japaner nur einen Marktanteil von zwei Prozent, berichtet Nikkei, womit sie weit hinter den bekannten Dickschiffen wie Nokia oder Samsung zurückliegen. Die ersten Handys mit der Einheits-Software sollen im kommenden März bei dem japanischen Netzbetreiber NTT Docomo veröffentlicht werden.

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