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E-Plus senkt Preise für Datennutzung im Ausland

29.04.2008 | 14:07 Uhr |

Telefonie und Internet verschmelzen auch im Mobilfunkbereich in Zukunft zu einem einheitlichen Angebot. Diese Zukunft will E-Plus aktiv mitgestalten, wie Thorsten Dirks, Chef des Unternehmens in einem Interview erklärt. Ein erster Schritt ist die Senkung der Preise für die Datennutzung im Ausland.

Die Datennutzung im Ausland wird bei E-Plus in Zukunft günstiger. Der Netzbetreiber wird noch vor den Sommerferien die Preise für die mobile Datenübertragung in zehn europäischen Nachbarländern auf 50 Cent pro Megabyte senken. Das sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks in einem Interview mit der Rheinischen Post.

Er sieht die Zukunft der Netzbetreiber als Anbieter von reinen Breitbanddiensten, ohne Sprachdienste oder SMS-Versand. Telefonie und Internet verschmelzen zu einem einheitlichen Angebot. Der Kunde kann frei entscheiden, ob er darüber telefonieren möchte, oder Daten herunterlädt, Videos schaut und Mails bearbeitet. E-Plus möchte bei dieser Entwicklung ganz vorne dabei sein und sie aktiv gestalten.

Dazu wird das Unternehmen zukünftig stärker auf das Geschäft mit mobilen Inhalten und Diensten setzen und dafür weitere Marken aufbauen. Kooperationen mit Inhalteanbietern wie Google schließt Dirks ebenfalls nicht aus, denn der Netzbetreiber kann "nicht jeden Inhalt oder Service selbst entwickeln". Noch bietet das Unternehmen seinen Kunden im Gegensatz zur Konkurrenz kein mobiles Breitband an. Doch das soll sich mittelfristig ändern. Im März hatte Dirks in einem Interview mit der Berliner Zeitung angekündigt, noch in diesem Jahr "Netzinvestitionen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich" auszugeben, um im Wettbewerb mit der Konkurrenz als Datentransporteur zu bestehen.

Die seit drei Jahren verfolgte Strategie mit den Billigmarken zahlt sich immer immer mehr aus. Angebote wie Simyo, Base und Alditalk machten zum Ende des ersten Quartals 2008 bereits 55 Prozent des gesamten Kundenbestandes von 15,4 Millionen aus, teilte die E-Plus heute mit. Von Januar bis Ende März steigerte der drittgrößte deutsche Netzbetreiber das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 12,3 Prozent auf 284 Millionen Euro. Beim Umsatz erzielten die Düsseldorfer ein Plus von knapp 7 Prozent auf 705 Millionen Euro. "Wir erzielen nachhaltig positives Wachstum", sagt Thorsten Dirks. Seit über zwei Jahren wachse sein Unternehmen "deutlich positiv gegen den Trend".

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