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Symbian mutiert zum Open-Source-System

24.06.2008 | 14:23 Uhr |

Nokia möchte nicht nur Symbian kaufen, sondern das Handy-Betriebssystem künftig in ein Open-Source-Projekt umwandeln.

Nokia hat dem Hersteller des gleichnamigen Handy-Betriebssystems Symbian Limited das Angebot gemacht, alle Anteile zu übernehmen, die Nokia bislang noch nicht besitzt. Die Übernahmesumme liegt bei rund 264 Millionen Euro, bei einem Preis pro Aktie von 3,647 Euro. Ein Großteil davon ginge an die Miteigentümer Sony Ericsson, Panasonic und Siemens. Danach will Nokia Symbian an die Symbian Foundation übergeben, die einzelne Komponenten des Betriebssystems unter der Open-Source-Lizenz vertreibt. Der Grund für Nokias Angebot: Bereits existierende Open-Source-Betriebssystem für Handys wie Googles Android Plattform könnten den Angaben des Marktanalysten Geoff Blaber von CSS Insight zufolge der kommerziellen Version von Symbian ernstzunehmende Paroli bieten.

"Durch diese Akquise und den Aufbau der Symbian Foundation, wird es [das Betriebssystem] unweigerlich zur attraktivsten Plattform für mobile Innovationen", orakelt Olli-Pekka Kallasvuo, CEO von Nokia. Mit anderen Worten: Die Symbian Foundation soll eine einheitliche und konkurrenzfähige Plattform für Mobilfunkgeräte schaffen. Das bisherige Problem liegt in den unterschiedlichen Oberflächen und Schnittstellen der Hersteller Nokia und Sony Ericsson. Das erschwert es Drittherstellern Software für die Plattform zu erstellen. Künftig soll durch die Übernahem diese Hürde für Programmierer wegfallen und Symbian somit attraktiver machen - ähnlich wie bei Geräten, die auf Windows Mobile setzen. Hierbei wird es aufgrund der Vereinheitlichung Entwicklern erleichtert, Anwendungen zu programmieren.

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