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User entdecken Smartphones als Musikinstrument

17.10.2009 | 15:04 Uhr |

Der rasante technologische Fortschritt im Mobilfunk- und Videospielkonsolensektor hat den Einsatzbereich von mobilen Endgeräten grundlegend erweitert. Einem aktuellen CNN-Bericht zufolge hat diese Entwicklung in den USA mittlerweile einen vollkommen neuen Trend entstehen lassen, bei dem sich die Besitzer von Smartphones und portablen Konsolen wie Nintendo DSi oder Sony PSP zunehmend als Musikproduzenten betätigen.

Auch professionelle Musiker sollen mittlerweile bereits Musikstücke und vereinzelt sogar ganze Alben auf diese Weise fertiggestellt haben. "Was die Musikproduktion auf mobilen Endgeräten betrifft, hat es in letzter Zeit eine absolute Explosion auf allen nur erdenklichen Plattformen gegeben", stellt Peter Kern, Chefredakteur beim US-Portals createdigitalmusic , fest. Vor allem Apples iPhone, für das inzwischen eine Vielzahl verschiedener Musik-Applikationen zu vernünftigen Preisen zur Verfügung stünden, sei heute eine interessante Spielwiese für kreative, musikbegeisterte User. Diese könnten ihr Handy heute nicht nur in Instrumente wie Gitarre, Keyboard oder Schlagzeug verwandeln, sondern auch dazu nutzen, um professionelle Samples bestehender Musikstücke herunterzuladen und für die eigenen Remix-Kompositionen zu verwenden.

Neben den immer stärker verbreiteten Smartphones werden auch Videospielkonsolen für musikalische Zwecke eingesetzt. "Dieses Phänomen hat schon mit dem Game Boy von Nintendo angefangen und sich heute auch auf andere Plattformen erweitert", erklärt Kern. Beim japanischen Konsolenhersteller sieht man diese Entwicklung aber keinesfalls als Zweckentfremdung. "Zurzeit haben solche Ansätze noch eher experimentellen Charakter. Ich bin aber davon überzeugt, dass Musikproduktionen auf portablen Konsolen sehr gut funktionieren können und in Zukunft sicher noch deutlich an Bedeutung gewinnen werden", meint Gerald Kossaer, Marketingleiter von Nintendo Österreich, auf Nachfrage von pressetext.

Als Beispiel für das musikalische Potenzial der aktuellen Konsolengeneration verweist Kossaer vor allem auf den Nintendo DSi, für den mit "KORG DS-10" bereits ein Programm vorliegt, das Nutzern das Komponieren eigener Musikstücke erlaubt. "Diese spezielle Version eines Studio-Synthesizers gibt Usern die Möglichkeit, einzigartige Klänge und Melodien zu erschaffen", erläutert Kossaer. Natürlich gebe es im Vergleich zu aufwendigen Profi-Produktionen im Studio noch deutliche Qualitätsunterschiede, was den Klang der Eigenkompositionen betrifft. In einigen Jahren könnte dieser Unterschied laut dem Nintendo-Marketingleiter aber schon deutlich geringer ausfallen. (pte)

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