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Handheld-Konsole in der Größe einer EC-Karte

17.02.2016 | 10:39 Uhr |

Arduboy macht aus Arduino eine Handheld-Konsole. Nach der Kickstarter-Kampagne werden nun die ersten Geräte verschickt.

Update 17.02.2016: Über den Facebook-Account der Arduboy Inc. wurde nun verlautet, dass die ersten 500 Arduboys verschifft wurden. Für alle, die demnächst ihren Arduboy in ihren Händen halten dürfen, haben die Entwickler auch gleich einen Quickstart-Guide online gestellt. Desweiteren kann der Arduboy jetzt auch regulär auf arduboy.com bestellt werden. Der Preis für einen der Mini-Handhelds beträgt 39 US-Dollar, die etwas breitere Tetris-Version gibt es für 49 US-Dollar. Die vorbestellten Geräte würden dann im Frühling verschickt werden.

© Arduboy Inc.

Original-Meldung 13.05.2015: Kevin Bates hat seinen seit längerem geplanten Arduboy auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter zur Schwarmfinanzierung bereitgestellt. Durch Unterstützung der jetzt gestarteten Kampagne kann jeder seinen eigenen Arduboy-Mini-Handheld erstehen.

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Die Hardware

Der Arduboy wirkt wie ein geschrumpfter GameBoy, nur ungefähr so groß wie eine Kreditkarte (85.60 x 53.98 mm). Der Handheld basiert auf einem, wie der Name bereits vermuten lässt, Arduino-Board. Weitere Spezifikationen: Ein 128 x 64 Pixel OLED-Display, USB-2.0-Anschluss, 2 Knöpfe plus das Steuerkreuz das nochmals aus 4 Knöpfen besteht. Das Gerät bietet 32 KB Speicher, 2,5 KB RAM sowie 1 KB EEPROM. Das Gehäuse ist nur 5mm dick. Der Lithium-Polymer-Akku soll mit 180 mAh, 8 Stunden Spielzeit ermöglichen. Die Front des Gehäuses besteht aus Polycarbonat. Den nötigen Sound gibt ein 2-Kanal-Lautsprecher wieder.

Was bietet der Arduboy?

In erster Linie wurde er zum Spielen entwickelt. Jedes Spiel das über die Arduboy-Arcade-Plattform erscheint wird komplett kostenlos sein. Auch wird es sich ausschließlich um Open-Source-Software handeln. Einige Spiele wurden bereits gezeigt, dabei handelt es sich fast immer um Klone bekannter Serien und Nintendo-Klassiker: Flappy Bird, Super Mario, Pokémon, Zelda, Space Invaders oder Battle-Tanks. Sobald die Community hier mitentwickelt werden zahlreiche Games folgen oder weiterentwickelt werden.

Aber Arduboy soll auch etwas mehr als eine reine Handheld-Konsole sein. So soll man mit dem Knirps auch Programmieren lernen können. Dazu soll es eigenen Online-Tutorials gegen die einen auch an die Entwicklung eigener Projekte für Arduboy führen. Andere Projekte wurden auch bereits gezeigt.  Der Arduboy kann eine digitale Visitenkarte durch QR-Code darstellen. Auch ein 8-Bit-Synthesizer wurde gezeigt.

Kosten für den Handheld

Das angestrebte Finanzierungsziel von 25.000 US-Dollar wurde sehr schnell erreicht und bei der Recherche des Artikels lagen schon über 130.000 US-Dollar im Topf. Somit ist auch schon eines angestrebten Stretch-Goals erreicht worden. Das 50.000 US-Dollar-Stretch-Goal verspricht das es verschiedenfarbige Geräte geben wird und man diese selbst wählen darf.

Einzel kostet der Arduboy momentan 39 US-Dollar (plus 15 US-Dollar Versand nach Deutschland), die ersten Unterstützer erhielten den Handheld zum Sonderpreis von nur 29 US-Dollar. Andere Pakete erhalten mehrere Arduboys in denen der Stückpreis dann dementsprechend fällt. Entwickler- sowie Education-Pakete gibt es ebenfalls. Wer das Projekt unterstützen möchte, hat noch bis 10. Juni 2015 die Möglichkeit das zu tun und sich so sein eigenes Exemplar des Arduboy zu sichern.

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