Fleisch-Drucker

Hamburger aus dem 3D-Drucker soll 240.000 Euro kosten

Dienstag den 22.01.2013 um 16:22 Uhr

von Benjamin Schischka

Burger mit Ei und Käse
Vergrößern Burger mit Ei und Käse
© Benjamin Schischka
Biotinte aus Stammzellen, künstlich gewachsenes Muskelfleisch aus dem 3D-Drucker - der Hamburger von morgen ist vielleicht nicht nach jedermanns Geschmack.
Ein US-Unternehmen namens Modern Meadow will den Hamburger revolutionieren. Geht es nach Modern Meadow - der Name bedeutet "Moderne Weide" - dann wird das Fleisch der Zukunft nicht von der Kuh aus dem Stall oder von der Weide kommen, sondern aus dem 3D-Drucker. Der Paypal-Mitgründer und frühe Facebook-Investor Peter Thiel soll bereits 350.000 US-Dollar in das Unternehmen gesteckt haben, sagt BBC .

Um Fleisch zu drucken, will man eine Art Biotinte verwenden, die aus lebenden Zellen besteht. Zuerst sollen Stammzellen von Tieren genommen und im Labor gezüchtet werden. Sind genügend nachgewachsen, sollen sie in die Drucker-Patrone kommen. Beim Ausdrucken des Fleischstücks in der gewünschten Form würden die Zellen von selbst zusammenschmelzen, erklärt Modern Meadow. Das Verfahren ähnele der Methode zum Drucken von künstlichen Organen. Der Gründer von Modern Meadow hat bereits Erfahrung mit dem Drucken von Organen: 2010 hat er funktionierende Blutgefäße ausgedruckt. Der Ausdruck eines Burger-Patties sei allerdings einfacher als ein komplexes Organ zu drucken - das bedinge schon seine einfache Form, sagt der Gründer von Modern Meadow.

An der Maastricht Universität in den Niederlanden soll bereits ein Fleischstück aus künstlich gewachsenen Muskeln in der Größe 2 x 1 x 0,1 cm ausgedruckt worden sein. Nach der dort angewendeten Methode, so die Forscher, wird ein Burger derzeit aber rund 240.000 Euro kosten. Aber der Preis wird sinken, wenn die Technik fortschreitet.

Dienstag den 22.01.2013 um 16:22 Uhr

von Benjamin Schischka

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