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Half-Life

12.12.2007 | 11:07 Uhr |

Vor fast zehn Jahren hat Valves Shooter ein Genre revolutioniert. Die Auswirkungen spürt man bis heute.

Wie spannend doch die tägliche Fahrt ins Büro sein kann. Gut, für die stickige U-Bahn mag das eher nicht zutreffen.

Wenn man aber wie der Physiker Gordon Freeman mit dem Pendlerzug durch weitläufige Tunnels und gewaltige Industrieanlagen rollt, dann blickt man auch noch nach neun Jahren staunend aus dem Fenster.

1998 hat der Entwickler Valve mit jenem fünfminütigen Zugfahrt-Intro nicht nur Half-Life , sondern gleich eine neue Shooter-Ära eingeleitet.

Physiker als Held
Was einem Physiker meistens passiert, wenn er gerade an einem geheimen Experiment arbeitet: Es geht schief. So auch bei Half-Life-Frontmann Gordon Freeman, dessen Antimaterie-Maschine beim ersten Testlauf explodiert. Prompt öffnen sich Dimensionstore, und Monster überfallen den unterirdischen Laborkomplex.

Anfangs nur mit einer Brechstange bewaffnet, machen Sie sich als bebrillter Held wider Willen auf, um die Welt zu retten (und unzählige Holzkisten zu Klump zu hauen).

Neu an Half-Life war vor allem die bis dato einzigartige Erzählweise.

Statt den Spieler in Zwischensequenzen zum bloßen Zuschauer zu degradieren, können Sie sich bewegen und umschauen, erleben so alle Ereignisse direkt und quasi live.

Wo Sie hinblicken, passiert etwas: Ein Wissenschaftler wird brutal in einen Lüftungsschacht gezogen, ein Lift stürzt mitsamt seinen Passagieren ab, explodierende Computer versperren den Weg.

Geschichten so zu erzählen, ist auch nach heutigen Maßstäben erstklassig und wurde von vielen prominenten Genrekollegen wie F.E.A.R., Bioshock und natürlich auch Half-Life 2 übernommen.

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