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Erotik-Fotos auf gebrauchten Smartphones gefunden

09.07.2014 | 14:41 Uhr |

In einem Versuch haben Avast-Sicherheitsforscher auf gebraucht gekauften Smartphones hunderte kompromittierende Bilder der Vorbesitzerinnen (oder Frauen/Freundinnen des Vorbesitzers) gefunden. Sie zeigen die Frauen, während sie sich ausziehen.

Die Sicherheitsforscher von Avast haben 20 gebrauchte Android-Smartphones bei Ebay ersteigert und untersucht , welche Daten die ehemaligen Besitzer zurückgelassen haben. Mit einer simplen Wiederherstellungs-Software haben sie auch viele Daten wiederherstellen können, die der Vorbesitzer gelöscht hatte - wahrscheinlich im Glauben daran, dass die Daten unwiderruflich gelöscht sind. Insgesamt haben die Forscher über 40.000 Fotos auf den Smartphones gefunden. Davon zeigten über 1.500 Familien-Aufnahmen von Kindern und 750 Bilder zeigten Frauen, während sie sich ausziehen. Über 250 Selfies zeigten offenbar das Geschlechtsteil des männlichen Vorbesitzers.

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Ferner konnten die Forscher von Avast über 1.000 Google-Suchen rekonstruieren und 750 E-Mails und SMS auslesen. Sie erhielten über 250 Kontaktdaten und Mail-Adressen und 4 der 20 Vorbesitzer konnten sie sogar identifizieren. Auf einem Gerät war ein Darlehensantrag gespeichert.

Die Forscher warnen, dass ein einfaches Löschen der persönlichen Daten vor dem Weiterverkauf nicht genüge. Wie auf dem PC sollte man die alten Daten überschreiben, damit man sie nicht wiederherstellen kann. Das funktioniere mit Apps wie Avast Anti-Theft . Auch andere Entwickler versprechen mit ihren Android-Apps das sichere Löschen von privaten Daten - etwa Avira . Doch wer wirklich auf Nummer Sicher gehen will, sollte sein gebrauchtes Smartphone oder Tablet lieber nicht verkaufen. Alternativ können Sie es im Verwandten- oder Freundeskreis weitergeben, nachdem Sie Ihre Daten gelöscht haben. Oder Sie nutzen das alte Gerät einfach weiter - als kabellose Maus, als Diktiergerät oder als Second Screen. Bedenken Sie auch, dass solche Aufnahmen und Dateien je nach Einstellung automatisch in die Cloud geladen werden. Deaktivieren Sie diese Option unter Umständen oder vermeiden Sie besonders sensible Dateien auf dem Smartphone nach Möglichkeit gänzlich.

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