06.06.2012, 20:49

Michael Söldner

Haftminderung

Kino.to-Chef gesteht seine Schuld ein

Um seine Haftstrafe für endlose Urheberrechtsverletzungen zu vermindern, hat der Gründer des illegalen Video-Portals Kino.to nun ein Geständnis abgelegt.
Derzeit steht der 39-jährige Gründer des illegalen Internetfilmportals Kino.to in Leipzig vor Gericht. Um die drohende Haftstrafe zu verringern, hat der ehemalige Chef nun überraschend ein Geständnis abgelegt. Über seinen Anwalt richtete er zudem aus, dass er die von ihm begangenen Urheberrechtsverletzungen außerordentlich bedaure.

Durch dieses Geständnis könnte die Strafe im Falle einer Verurteilung zwischen viereinhalb und vier Jahren und zehn Monaten Haft liegen. Die Wirtschaftskammer hatte einen entsprechenden Deal vorgeschlagen, um die Dauer des Verfahrens zu reduzieren.

Kino.to stellte bis zum Zeitpunkt der Schließung das größte deutsche Portal für unrechtmäßig kopierte Videos dar. Mehr als 135.000 Filme, Serien und Dokumentationen wurden auf den Servern des 2008 gestarteten Internetangebots als Stream angeboten.
Illegales Film-Streaming-Portal: Kino.to-Benutzern droht Strafverfahren

Die ebenfalls am Betrieb von Kino.to beteiligten Kollegen des Gründers wurden bereits verurteilt. Er selbst sei den Verlockungen erlegen, schnell und einfach viel Geld im Internet zu verdienen. Sein noch vorhandenes Vermögen von mehreren Millionen Euro soll im Rahmen des ausgehandelten Deals jedoch vom Staat abgeschöpft werden.
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