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Hälfte der Backups überflüssig

20.05.2007 | 14:21 Uhr |

Laut einer Studie werden die Hälfte aller archivierten E-Mail-Daten nie wieder benötigt. Ein Umstieg auch günstigere Speichermedien wird daher empfohlen.

Eine Studie des Spezialisten für E-Mail-Archivierung Waterford Technologies ergab, dass nur auf weniger als die Hälfte des gespeicherten Schriftverkehrs noch einmal zugegriffen werde. Durch die Flut an unnötigen E-Mail Backups steige somit die Kostenbelastung für Unternehmen: „Zwar sinken die Hardwarekosten pro Gigabyte Speicherplatz, der Finanzaufwand für die Verwaltung der Daten schießt allerdings raketenartig in die Höhe", erklärt Gary Cosgrave, Sales-Director bei Waterford Technologies.

Im Vergleich zu großen Unternehmen, deren archivierte Daten jährlich um 20 Prozent anwachsen, sichern viele Klein- und Mittelbetriebe ihre Firmendaten vielfach gar nicht. Bei großen Firmen hingegen werden die Ausgaben für Storage-Produkte im laufenden Jahr enorm ansteigen, so die Marktforscher von iReach . Viele Unternehmen versuchen vergeblich, den Überblick über die enormen Datenmengen zu behalten. Daher rechnen Experten damit, dass 40 Prozent der Betriebe noch 2007 in Server und Netzwerkprodukte investieren müssen: „Es macht eher Sinn, Daten auf kostengünstige Medien zu migrieren, als sie in hoch verfügbaren und teuren Storage-Systemen abzulegen", erläutert Cosgrave.

Im vergangenen Jahr wurde das weltweite Datenvolumen auf 161 Milliarden Gigabyte beziffert. Diese Menge soll sich bis 2010 auf eine Billion versechsfachen. Der österreichische Computerpionier Heinz Zemanek sieht die Datenspeicherung schon jetzt als Hauptherausforderung der Computerbranche in den kommenden Jahren: „Irgendwann werden wir alle unsere Nationalbibliothek mit uns herumtragen. Die Kunst ist es nicht, zunehmend mehr Daten in den Speichern unterzubringen, sondern die Informationen wieder zu finden".

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