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Hacking von Spielkonsolen ist nicht illegal

25.01.2014 | 05:14 Uhr |

Das Aushebeln der Sicherheitsmechanismen von Spielkonsolen ist nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs nicht zwingend illegal.

Die Hersteller von Spielkonsolen versehen ihre Geräte fast ausnahmslos mit Mechanismen, die die Nutzung von unerwünschter Software verhindern sollen. Wer diese Systeme aushebelt, begeht nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs aber nicht grundsätzlich eine illegale Handlung. Zwar dürfe wie bei Film-DVDs ein bestehender Kopierschutz nicht umgangen werden, dennoch sollten die vom Hersteller vorgesehenen Schutzmaßnahmen nicht den Funktionsumfang des Geräts einschränken.

Grund für den Rechtsstreit war eine Auseinandersetzung zwischen Nintendo und der italienischen Firma PC Box. Diese bietet den Nintendo DS und die Wii mit zusätzlicher Software von Drittherstellern an. Durch den Anschluss eines Zusatzgeräts ließen sich damit technische Schutzmaßnahmen der Konsolen aushebeln.

Nach Ansicht von Nintendo sei dieser Zusatz primär zur Nutzung illegal kopierter Spiele gedacht. PC Box argumentierte hingegen, dass Kunden vielmehr Programme nutzen können, mit denen sich Video- oder Musikdateien abspielen lassen.

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Die Richter empfehlen daher, vor einem italienischen Gericht prüfen zu lassen, welche Funktionen von den PC-Box-Kunden tatsächlich genutzt werden.

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