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Hacker veröffentlichen Daten von 4,6 Mio Snapchat-Nutzern

02.01.2014 | 12:06 Uhr |

Hacker haben die Zugangsdaten von 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern gestohlen und ins Internet gestellt. So prüfen Sie, ob auch Ihr Snapchat-Konto gehackt wurde.

Snapchat ist eine Instant-Messaging-App für iOS und Android und damit eine Alternative zu Whatsapp. Allerdings unterscheidet sich Snapchat in einem wichtigen Detail von Whatsapp und Konsorten: Die Bilder und Videos, die Snapchat-Nutzer an ihre Kontakte verschicken, werden rund zehn Sekunden nachdem der Empfänger die Datei geöffnet hat wieder gelöscht. Sie lassen sich danach nicht mehr aufrufen. Snapchat wird deshalb besonders gerne für das Versenden von Inhalten mit erotischen Inhalten verwendet.
 
Dieser Snapchat-Dienst wurde nun gehackt. Die Hacker erbeuteten nach eigenen Angaben die Telefonnummern und Benutzernamen von über 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern. Diese Beute stellten die Angreifer ins Internet. Die Hacker betonen aber, dass sie niemanden schaden wollen und deshalb die jeweils beiden letzten Ziffern von jeder erbeuteten Telefonnummer gelöscht haben. Die eigens dafür eingerichtete Webseite wurde bereits wieder gelöscht, einen Snapshot des Caches der Google-Suche von dieser Seite findet man hier.

Sicherheitsexperten hatten Snapchat bereits vor einiger Zeit vor einer Schwachstelle in dem Snapachat-Dienst gewarnt. Offensichtlich weil Snapchat nicht reagierte und die Sicherheitslücke schloss, verpassten die Hacker dem Dienst nun einen Denkzettel und klauten die Daten.
 
So prüfen Sie, ob Sie betroffen sind

Falls Sie Snapchat verwenden, können Sie auf der Webseite GS Lookup - Snapchat jetzt sofort prüfen, ob sich Ihr Benutzername unter den erbeuteten Accountnamen befindet. Geben Sie dazu einfach Ihren Snapchatnamen in das Eingabefenster ein. Sollten Sie danach die Bestätigung erhalten, dass sich Ihr Benutzername tatsächlich unter den gehackten Namen befindet, so müssen Sie zumindest sofort Ihr Passwort ändern. Oder Sie löschen sofort Ihren kompletten Snapchat-Account. Ihre Telefonnummer bleibt natürlich trotzdem in der Datenbank mit den geklauten Daten enthalten.

Konkurrent Whatsapp schreibt übrigens auch ständig Schlagzeilen mit immer wieder neu entdeckten Sicherheitslücken.

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