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Hacker stehlen Fahndungsdaten aus Schengen-Informationssystem

17.01.2014 | 19:07 Uhr |

Erst jetzt wurde ein Hacker-Angriff publik, der bereits 2012 auf das Schengen-Informationssystem ausgeführt wurde, bekannt. In der Datenbank wurden unter anderem 272.606 Fahndungsdatensätze der deutschen Polizei gespeichert.

Auf Nachfrage des Linken Andrej Hunko bestätigte der Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder in dieser Woche einen Hacker-Angriff auf das Schengen-Informationssystem SIS. Die Attacke wurde den Angaben zufolge bereits im Jahr 2012 von einem dänischen und einem schwedischen Hacker ausgeführt.

Im Schengen-Informationssystem waren zu diesem Zeitpunkt rund 1,2 Millionen Datensätze gespeichert. 272.606 von ihnen stammten von der deutschen Polizei. Die Datenbank bildet einen gemeinsamen europäischen Pool für Sach- und Personendaten, in dem unter anderem Name und Fahndungsgrund vermerkt sind. Wie viele Daten die Hacker erbeuten konnten, ist nicht bekannt. Den Angaben zufolge sei die verantwortliche Sicherheitslücke jedoch inzwischen geschlossen worden.

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2012 wurde das Schengen-Informationssystem noch von einem IT-Dienstleister verwaltet, dem der eigentliche Hacker-Angriff gegolten habe. Laut Hunkos Vermutung habe die Bundesregierung den Angriff nicht öffentlich gemacht, um die neuere Version des Schengener Informationssystems SIS II nicht zu diskreditieren. Hier werden neben den Personendaten auch biometrische Daten gespeichert.

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