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Hacker senden Droh-Mails an Sony-Mitarbeiter

08.12.2014 | 10:35 Uhr |

Die Jagd nach den Sony-Hackern geht weiter. Diese haben derweil Droh-Mails an Sony-Mitarbeiter versendet.

Bei einer großen Attacke auf Sony war es Hackern kürzlich gelungen, neben Daten auch fünf neue und zum Teil noch nicht veröffentlichte Sony-Filme zu stehlen. Zu dem Angriff hat sich die Gruppe Guardians of Peace (kurz GOP) bekannt. Hinter der Attacke, so wird gemunkelt, könnten von Nordkorea finanzierte Hacker stehen. Sony Pictures hat zur Aufklärung der Cyberattacke die Sicherheitsexperten von Mandiant engagiert.

Anlass für die Vermutung ist der von Sony produzierte Film "The Interview", der Ende Dezember in den USA in die Kinos kommt. In der Komödie werden zwei Journalisten vom CIA damit beauftragt, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un zu ermorden. Nordkorea wies am Wochenende alle Gerüchte zurück, an der Hacker-Attacke auf Sony beteiligt gewesen zu sein.

Sony-Mitarbeiter erreichten Ende vergangener Woche Droh-Mails, die vom GOP stammen sollen. In den Mails drohen die Verfasser damit, Sony Pictures von der Welt "entfernen zu wollen". Was bisher geschah, sein nur der Anfang vom Plan. Die Empfänger werden dazu aufgefordert, sich von dem Unternehmen abzuwenden, indem sie eine Mail an eine in der Droh-Mail genannte Mail-Adresse senden. Sollten sie der Aufforderung nicht nachkommen, sei nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch das ihrer Familie.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete am Wochenende, dass der Cyberangriff auf Sony bis zum Luxus-Hotel "St. Regis" in Thailands Hauptstadt Bangkok zurückverfolgt werden konnte. Konkret habe eine bisher unbekannte Person am 2. Dezember um 0:25 Uhr Ortszeit damit begonnen, zuvor bei Sony gestohlene Daten im Internet zu veröffentlichten. Darunter persönliche Daten zu über 45.000 Sony-Mitarbeitern und diversen Hollywood-Stars.

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