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Hacker erpressen Sony-Mitarbeiter

16.12.2014 | 09:34 Uhr |

Der riesige Datenklau bei Sony wird immer schlimmer. Jetzt setzen die Hacker die Sony-Mitarbeiter direkt unter Druck und fordern von diesen ihre Namen und Positionsbezeichnungen im Unternehmen.

Die Hacker der Hackergruppe GOP ("Guardians of Peace", auf Deutsch: „Wächter des Friedens“), die im November Gigabytes von Daten von den Sony-Servern gestohlen haben, setzen die Sony-Mitarbeiter nun auch direkt unter Druck. Der Hackergruppe veröffentlichte nämlich eine Nachricht, in der die Sony-Mitarbeiter aufgefordert werden, sich bei den Hackern zu melden, wenn sie nicht wollen, dass Informationen über sie veröffentlicht werden.
 
Das am Sonntag veröffentlichte Posting lautet folgendermaßen: „Wir haben den Plan Mails und private Informationen von den Sony Pictures-Mitarbeitern zu veröffentlichen“. „Wenn Sie nicht sollen, dass Privates über Sie veröffentlicht wird, dann nennen Sie uns Ihren Namen und Ihre Position bei Sony, damit Ihre Daten entfernt werden“.

Hacker senden Droh-Mails an Sony-Mitarbeiter
 
Ob das Angebot ernst gemeint ist oder nur eine Finte ist um weitere Informationen von den Sony-Mitarbeitern zu erlangen, kann derzeit nicht eingeschätzt werden. Die GOP-Gruppe hat bereits tausende von Mails veröffentlicht, die sie bei ihrem Sony-Hack im November erbeutet hatte. Bei diesen Mails handelt es sich um vertrauliche Firmenkorrespondenz zwischen Sony-Mitarbeitern einerseits und mit anderen Größen aus der Film-Branche andererseits. Außerdem veröffentlichten die Hacker die Decknamen von Prominenten, die diese bei Reisen und Hotelbuchungen verwenden. Das Drehbuch zu dem neuen James-Bond-Film „Spectre“ ist den Angreifern offensichtlich ebenfalls in die Hände gefallen.
 
Vor allem setzte GOP aber Sony Pictures selbst ein Ultimatum und verlangte, dass der Film-Gigant den Film "The Interview" stoppe. Weil er, so GOP, den Frieden in der Region zerstören und zu einem Krieg führen könnte. In der Komödie, die ab Februar 2015 auch in deutschen Kinos laufen wird, spielen die beiden Schauspieler Seth Rogen und James Franco zwei Journalisten, die vom US-Geheimdienst CIA beauftragt werden, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un zu ermorden.
 
Nordkorea hat bisher aber dementiert, dass es etwas mit dem Hackerangriff zu tun habe.
 
GOP sagte: „Je eher Sony Pictures unsere Forderungen erfüllt, desto besser“. „Zögere Sony jedoch länger, dann würde es für Sony immer schlimmer werden. Wir werden Sony dann in den Bankrott treiben“.
 

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