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Hacker dringen in Europäische Zentralbank ein

24.07.2014 | 14:04 Uhr |

Hacker konnten in das Computersystem der Europäischen Zentralbank eindringen. Sie erbeuteten Mailadressen und Postanschriften sowie einige Telefonnummern.

Die Europäische Zentralbank EZB hat heute eingeräumt, dass Hacker in ihr Computersystem eindringen konnten. Die Angreifer erbeuteten nach Angaben der EZB allerdings „nur“ Kontaktdaten.

Konkret sollen die Hacker Mailadressen und weitere Kontaktdaten von Personen erbeutet haben, die sich für Veranstaltungen der EZB registriert hatten. Die gestohlenen Daten waren laut EZB in einer Datenbank gespeichert, die getrennt von anderen internen Systemen sei. Die gehackte Datenbank sei mit der Webseite der EZB verbunden gewesen. Über Formulare auf der EZB-Webseite konnte man sich für Events der Bank und für Besuche anmelden. Die dabei angegeben Daten wurden dann in die kompromittierte Datenbank geschrieben.

Die EZB betont in ihrer Mitteilung, dass keine Geldmarkt-relevanten Daten von dem Hackerangriff betroffen seien. Es seien auch keine anderen internen Systeme der Euro-Währungshüter von dem Hackerangriff betroffen. Die Datenbanksysteme mit wirklich sensiblen Daten seien „physisch“ von der gehackten Datenbank getrennt.

Die EZB kam dem Hackerangriff auf die Spur, weil eine anonyme Erpresser-Mail an die EZB geschickt wurde, in der sozusagen ein „Lösegeld“ für die gestohlenen Daten gefordert wurde.

Laut EZB sind die meisten der gestohlenen Daten verschlüsselt, darunter auch einige Download-Daten. Allerdings befanden sich in der Datenbank auch Mailadressen (die Rede ist von bis zu 20.000 Mailadressen), einige Hausadressen und auch einige Telefonnummern, die nicht verschlüsselt waren. Diese fielen den Hackern also im Klartext in die Hände.

Die EZB kontaktiert jetzt die Personen, deren Mailadressen oder Hausadressen oder Telefonnummern von dem Hack betroffen sein könnten. Die EZB setzte zudem alle Passwörter zurück. Die deutsche Polizei wurde eingeschaltet, die Untersuchungen laufen bereits.
Sicherheitsexperten der EZB konnten die Ursache für den Hackerangriff offensichtlich bereits ausfindig machen.

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