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Hacker attackieren Sony, Microsoft und Vatikan

25.08.2014 | 12:22 Uhr |

Die Hacker-Gruppe Lizard Squad hat am Wochenende das Playstation Network von Sony lahmgelegt. Eine Drohung richtete sich direkt an einen Sony-Chef. Das FBI ermittelt bereits.

Der Hackergruppe Lizard Squad ist es am Wochenende gelungen, Sonys Playstation Network durch eine DDoS-Attack lahmzulegen. Regelmäßig tweete Lizard Squad in dieser Zeit Drohbotschaften via Twitter und nannte als Grund für die Attacke die US-Bombardements gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat".

In einem weiteren Tweet gab Lizard Squad an, dass sich in einem der Flugzeuge von American Airlines, dem Flug 362, auf dem Weg von Dallas nach San Francisco, auf der der Sony-Entertainment-Chef John Smedly an Bord war, eine Bombe befände. "#PrayForFlight362", spottete die Gruppe per Twitter. Die Maschine wurde dann tatsächlich zum nächsten Flughafen in Phoenix umgeleitet. Das FBI ermittelt nun in dem Fall. 

Zunächst sah es so aus, als hätte Lizard Squad nur Sony im Visier. Später am Sonntag weitete die Hacker-Gruppe ihre Drohungen auch auf andere Ziele aus. Konkret wurde unter anderem Microsofts Xbox-Live-Dienst, Blizzards Spiele-Dienst und dem Vatikan gedroht. "BRB" für "bin gleich zurück", lautet der zuletzt Montagfrüh veröffentlichte Tweet.

Sony konnte derweil die Angriffe erfolgreich abwehren. Sowohl das Playstation Network als auch das Sony Entertainment Network seien mittlerweile wieder online, heißt es in einem Statement des Unternehmens. Die Netzwerke seien aufgrund der DDoS-Attacke vom Netz genommen worden. Es gebe keine Hinweise auf ein Eindringen in das Netzwerk oder den unbefugten Zugriff auf Daten der Nutzer der Dienste. Die eigentlich für Montag geplanten mehrstündigen Wartungsarbeiten am Playstation Network wurden verschoben.

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