245174

Hacker veröffentlichen Adressbuch von Paris Hilton

21.02.2005 | 10:26 Uhr |

Eine Gruppe von Hackern hat das Handy-Adressbuch der Partymaus Paris Hilton im Internet veröffentlicht. Dies führte dazu, dass Stars wie Eminem oder Limp Bizkit-Frontman Fred Durst nun gezwungenermaßen ihre Telefonnummern und ihre Mail-Adressen ändern müssen.

Fans mancher Musiker oder Schauspieler würden nahezu alles dafür geben, an die Telefonnummern ihrer Stars zu gelangen. Am Sonntag hatten viele von Ihnen die Gelegenheit dazu, denn die Hacker-Gruppe "illmob" veröffentlichte das Handy-Adressbuch von Partymaus Paris Hilton in Form einer HTML-Tabelle im Internet. Betroffen waren unter anderem Eminem, Limp Bizkit-Frontman Fred Durst oder Christina Aguilera, die nun ihre Telefonnummern und Mail-Adressen wohl oder übel ändern müssen.

Wie die Hacker an die Informationen gelangten, ist bislang nicht klar. Allerdings könnte es sich dabei um eine Art "Abfallprodukt" handeln, das im Zuge eines Einbruchs in die T-Mobile-Server erbeutet wurde. Dieser Hack wurde Anfang Januar bekannt.

Unsere Kollegen des IDG News Service machten, wie tausende Fans auch, die Probe aufs Exempel und griffen kurz entschlossen selbst zum Hörer. Die Ergebnisse: Die Nummer von Eminem wurde bereits geändert. Die Mailbox von Fred Durst war voll. Die Leitung von Anna Kournikova war dauerhaft besetzt und beim Staranwalt Robert Shapiro meldete sich sein Anrufbeantworter, der eine Nummer für Notfälle bereitstellte. Die Schwester von Paris Hilton, Nicky, ging nicht ans Telefon.

Beim Schauspieler Kevin Connelly hatten die Kollegen hingegen Glück. Seinen Angaben zufolge erhielt er seit Sonntag zwischen 200 und 300 Anrufe. Connelly, der während des Gesprächs mit unserem Kollegen mindestens einen weiteren Anruf erhielt, erklärte, dass er spätestens am Montag seine Telefonnummer ändern werde.

Bei dem T-Mobile-Hack wurden im Jahr 2003 Informationen von etwa 400 Kunden des Unternehmens gestohlen, darunter auch Daten eines Agenten des Secret Service. Der Täter wurde bereits gefasst und erklärte sich für schuldig, in das System eingedrungen zu sein und massiven Schaden angerichtet zu haben. Ein Urteil wird für Mai erwartet. Ihm drohen maximal fünf Jahre Haft sowie bis zu 250.000 Dollar Strafe.

0 Kommentare zu diesem Artikel
245174