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Hacker stehlen Daten von 21,5 Millionen US-Bürgern

10.07.2015 | 09:20 Uhr |

Hacker haben wichtige Daten von 21,5 Millionen US-Bürgern gestohlen: Sozialversicherungsnummern, Polizeidaten und sogar Fingerabdrücke.

Die gestohlenen Daten der 21,5 Millionen US-Bürger stammen von der Personalverwaltung der US-Regierung (Office of Personnel Management, OPM). Das OPM kümmert sich um die Sicherheits-Überprüfung von Bewerbern auf staatliche Stellen. Und sammelt dabei Unmengen von Daten. Die nun gestohlen wurden.

Betroffen sind vermutlich alle US-Amerikaner, die sich seit dem Jahr 2000 wegen einer Bewerbung auf einen Job bei einer Regierungsbehörde einer Sicherheits-Überprüfung unterzogen wurden. Bei rund 1,8 Millionen der betroffenen Personen handelt es sich aber auch um Angehörige und Bekannte von Stellenbewerbern. Diese hatten sich gar nicht selbst auf einen Job einer staatlichen Behörde beworben, sondern waren mitüberprüft worden, als sich ein Verwandter oder Bekannter von ihnen bewarb.

Die gestohlenen Daten umfassen Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Gesundheitsdaten, finanzielle Informationen, die Ergebnisse von polizeilichen Ermittlungen (zum Beispiel wegen Drogengebrauchs oder sonstiger Straftaten) sowie die in den USA zur Identifizierung besonders wichtige Sozialversicherungsnummern. Unter den gestohlenen Daten befinden sich aber auch 1,1 Millionen Fingerabdrücke. Auch Benutzernamen und Passwörter, die von Bewerbern für Online-Bewerbungsverfahren verwendet wurden, wurden gestohlen.

Daten aus den Bereichen Finanzen, Gesundheit, Steuerwesen und Renten sollen laut dem OPM nicht gestohlen worden sein. Diese sind wohl in separaten Datenbanken gespeichert.

Dieser Datenklau ist bereits der zweite große Hacker-Einbruch bei der OPM. Bereits im April 2015 bemerkte die OPM, dass persönliche Daten von 4,2 Million aktueller und ehemaliger Bundesbeamter/-Angestellter gestohlen worden sind. Bei der Untersuchung dieses Vorfalls kamen die Ermittler im Juni 2015 auf die Spur dieses viel größeren Hackerangriffs.

Das OPM hat laut eigenen Angaben bereits alle durch den im April entdeckten Hackerangriff Betroffenen informiert. US-Bürger, die von dem nun entdeckten deutlich größeren Hackerangriff betroffen sind, wurden dagegen noch nicht informiert.

Die US-Behörden vermuten chinesische Hacker hinter dem Angriff.
 

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