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Hacker löscht Kundendaten

03.08.2000 | 12:43 Uhr |

Ein Hacker hat sich Zugang zur Datenbank der Firma paid2start verschafft, die es Surfern durch den Eintrag einer Startseite in ihrem Browser ermöglicht, beim Surfen Geld zu verdienen. Dabei löschte der Hacker alle Kundendaten dieses Tages und damit die Guthaben der Nutzer. Rund 3.700 eingetragene Nutzer waren von dem Angriff betroffen.

Ein Hacker hat sich Zugang zur Datenbank von paid2start verschafft. Dabei löschte er alle Kundendaten vom 1. August. Lukas Klamm, Betreiber der Website, bestätigte der PC-WELT, dass die Daten aller 3.700 eingetragene Nutzer von dem Angriff betroffen gewesen seien.

"Alle Kontostände wurden für den Dienstag gelöscht", teilte Klamm mit. Eine Sicherheitslücke hat anscheinend dem Hacker Zugriff auf die sensiblen Daten ermöglicht. Laut Angaben des Betreibers wurde den Usern nach dem Hackerangriff als Entschädigung jeweils eine Mark gutgeschrieben. "Das ist mehr, als die meisten bisher angesammelt hatten", betont Klamm. Nutzer, die dem Betreiber per Mail einen höheren Kontostand mitgeteilt hatten, sollen mit einem höheren Betrag entschädigt worden sein.

Außerdem wurden Maßnahmen ergriffen, um solche Angriffe in Zukunft abwehren zu können. "Wir haben eine eigene SSL-Verschlüsselung beantragt und sichern ab sofort zusätzlich alle Daten doppelt auf externen Rechnern", erläutert Lukas Klamm.

Pay2start bezahlt seine Nutzer dafür, dass sie eine bestimmte Webseite als Startseite in ihrem Browser festlegen. Pro Aufruf der Startseite erhalten angemeldete User dann 0,3 Pfennig. Wer Freunde wirbt, erhält zusätzlich einige Pfennige, wenn diese die betreffende Startseite öffnen. (PC-WELT, 03.08.2000, pk)

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