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Hacker freuen sich auf Apples iPhone

15.01.2007 | 15:48 Uhr |

Das kürzlich von Steve Jobs vorgestellte Apple-Handy lässt nicht nur die Herzen von Technik-Freaks höher schlagen - auch in Hackerkreisen wartet man gespannt darauf, die neuen Möglichkeiten zu erkunden.

Das in der letzten Woche auf der Macworld Expo 2007 angekündigte Apple iPhone soll mit einer angepassten Version von Apples Betriebssystem Mac OS X ausgestattet sein. Das weckt die Hoffnung bei Hackern, der eine oder andere Exploit könnte sich sowohl auf dem Handy als auch auf Macintosh-PCs ausnutzen lassen.

Der niederländische Virenforscher Roel Schouwenberg von Kaspersky Labs prognostiziert im Weblog des Virenlabors , das iPhone werde zur bevorzugten Zielscheibe von Malware-Autoren avancieren, falls es ähnlich populär werde wie der iPod. Dagegen spricht zunächst, dass Apple die iPhone-Plattform nicht für Anwendungen von Drittherstellern freigeben will. Ohne Genehmigung von Apple sollen keine fremden Programme laufen können, was zumindest theoretisch auch die Anfälligkeit für Malware reduzieren sollte.

In einem Mail-Interview mit dem IDG News Service meinte "L.M.H.", der in seinem Blog Apple Fun zurzeit den "Monat der Apple Bugs" veranstaltet, die im iPhone steckenden Funktionen aus Mac OS X eröffneten interessante Möglichkeiten. Er vermutet in den Funktionen für die drahtlose Kommunikation, etwa im Bonjour-Dienst, mögliche Angriffswege.

Die Frage wird sein, wie viele Menschen bereit sein werden, sich für voraussichtlich 500 US-Dollar ein iPhone zuzulegen. Sind es viele, wird es auch etliche Versuche geben das iPhone anzugreifen. Ein Posten im Bereich Software-Sicherheit scheint bei Apple jedenfalls noch frei zu sein, wie Simon Cooper, Sicherheitsfachmann bei Apple, andeutete.

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